11:47 22 Oktober 2018
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    Der in Russland wegen Terrosismus inhaftierte ukrainische Filmemacher Oleg Senzow

    „Ich hab ihm Sprengstoff übergeben“: Ukrainer belastet Regisseur Senzow ungewollt

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    Während der OSZE-Konferenz über Pressefreiheit in Kiew hat ein Mann in der Uniform der ukrainischen Streitkräfte gestanden, dem Regisseur Oleg Senzow Sprengstoff für einen Terroranschlag auf der Krim übergeben zu haben. Das schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Der Mann nannte weder seinen Namen noch den Rang. Dem Blatt zufolge handelt es sich vermutlich um einen Freiwilligen, der an Hilfslieferungen an die ukrainische Armee in der kanadischen Diaspora beteiligt sei. Später gab das ukrainische Portal Strana.ua an, dass er Sergej Sterikow heiße und auf Facebook unter dem Pseudonym „Iwan Sirko“ registriert sei.

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    2014 habe der Mann ein Objekt auf die Krim gebracht, wegen dessen Senzow später verurteilt worden sei, so die Zeitung. Für den Transport des Sprengstoffs habe der „Volontär“ dasselbe Auto benutzt, mit dem er angeblich ukrainische Soldaten von der Krim befördert habe.

    Der Mann will das erzählt haben, damit der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU die Menschen finden würde, die die Angaben über Senzow an die russischen Sicherheitskräfte weitergeleitet hätten. Der Regisseur verfüge über „Informationen, die eine Gefahr für Kiew darstellen“. Die zwanzigjährige Haftstrafe, die er verbüßen müsse, bestätige das. Wegen seiner Kenntnisse sei er „weder für Kiew noch für die anderen Kerle“ gewinnbringend, schloss der vermutliche Freiwillige.

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    Am 11. Mai 2014 wurde Oleg Senzow wegen des Verdachts der Planung terroristischer Handlungen verhaftet und nach Moskau überstellt. Ihm wurde vorgeworfen, Terroranschläge auf Brücken, Stromleitungen und öffentliche Denkmäler vorbereitet zu haben. Zum anderen wurde ihm eine Mitgliedschaft in der in Russland verbotenen ukrainischen extremistischen Gruppe „Prawyj Sektor“ (dt. „Rechter Sektor“) unterstellt.

    Senzow wurde im August 2015 zu 20 Jahren Straflager wegen Terrorismus verurteilt. Seit dem 16. Mai befindet er sich in einem Hungerstreik. Am 26. Tag der Verweigerung der Nahrungsaufnahme wurde der Regisseur nach einer Krise ins Krankenhaus gebracht. Sein Zustand ist jetzt stabil.

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    Tags:
    Sprengstoff, Inhaftierte, Terrorist, Terrorbekämpfung, Terrorbedrohung, Terroranschlag, Terrorakt, Terror, Haftstrafe, Verhaftung, Oleg Senzow, Schwarzmeer-Halbinsel Krim, Russische Föderation, Russland, Ukraine