02:05 19 September 2018
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    Zwangsfütterung von Gänsen in einer Farm in Montesquiou, Wüswestfrankreich

    Delikatessenproduktion muss Tierschutz weichen: Belgien konzipiert Foie-Gras-Verbot

    © AFP 2018 / REMY GABALDA
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    In Belgien wird ab dem Jahr 2023 die Herstellung der französischen Delikatesse Foie Gras (Gänsestopfleber) sowie von Naturpelzprodukten offiziell verboten. Das teilte der regionale Fernseh- und Hörfunksender VRT unter Berufung auf Behördenkreise mit.

    „Die Tötung von Tieren wegen ihres Fells muss vergangenen Jahrhunderten angehören. Das gleiche gilt für die Zwangsfütterung von Gänsen für die Produktion von Foie Gras. Die Tierzucht für die Pelzproduktion und die Zwangsfütterung von Gänsen für die Herstellung von Delikatessen wird ab 2023 gesetzwidrig“, zitiert der Sender den flämischen Tierschutzminister Ben Weyts.

    Nach Medienangaben gibt es heute allein in Flandern (dem niederländischen Teil Belgiens) 17 Farmen, in denen jährlich rund 200.000 Tiere für die Herstellung von Pelzprodukten getötet werden. Dabei wurde schon im Jahr 2017 die Produktion von Foie Gras in einigen Regionen Belgiens, so in Brüssel, verboten.

    Foie Gras wird heute neben Belgien auch in Frankreich, Spanien, Bulgarien und Ungarn hergestellt.

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    Tags:
    Pelz, Delikatessen, Verbot, Tierschutz, Flandern, Belgien