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    Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf gebilligt, wonach es künftig eine dritte Geschlechtsoption geben soll. Dies meldete die Agentur AFP unter Berufung auf das Bundesjustizministerium am Mittwoch.

    Die Neuregelung soll intersexuellen Menschen die Eintragung ihrer Identität ins Geburtenregister ermöglichen.

    „Kein Mensch darf wegen seiner sexuellen Identität diskriminiert werden“, zitiert die AFP die Justizministerin Katarina Barley.

    Mit dem zusätzlichen Eintrag „divers“ werde Menschen, die sich keinem Geschlecht zugehörig fühlen, ein Stück Würde und eine positive Identität gegeben.

    Die Tür einer geschlechtsneutralen Toilette
    © AFP 2020 / Getty Images North America/ Sara D. Davis
    „Alle Menschen sollen ihre geschlechtliche Identität und sexuelle Orientierung selbstbestimmt und frei leben können“, so die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. Die Einführung der dritten Geschlechtsoption sei ein wichtiger Schritt zur rechtlichen Anerkennung von Menschen, deren Geschlechtsidentität weder männlich noch weiblich sei.

    Zuvor war berichtet worden, dass das Bundesverfassungsgericht am 10. Oktober 2017 entschieden hatte, das Personenstandsrecht sei ein Verstoß gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht sowie das im Grundgesetz geregelte Diskriminierungsverbot. Die entsprechende Entscheidung war im November 2017 veröffentlicht worden.

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    Tags:
    sexuelle Orientierung, drittes Geschlecht, Familienministerium, Justizministerium, Bundesregierung, Deutschland