01:17 25 September 2018
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    Nach Beschwerde über zu laute Moschee verurteilte Indonesierin Meiliana, der 21. August 2018

    Nach Beschwerde über zu laute Moschee: Frau zu Haft verurteilt

    © AP Photo / Binsar Bakkara
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    Eine Indonesierin ist zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil sie sich über die Lautstärke der Gebetsrufe aus einer benachbarten Moschee beschwert hatte, meldet die Nachrichtenagentur AP.

    Die 44-jährige Buddhistin wurde demnach am Dienstag wegen Beleidigung des Islam in Medan auf der Insel Sumatra schuldig gesprochen. Sie hatte eine Moschee in ihrer Nachbarschaft gebeten, die ihre Lautsprecher leiser zu stellen, weil sie von den lauten Gebetsrufen Ohrenschmerzen bekomme.

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    Medienberichten zufolge betonte das Gericht, die Beschwerde der Frau habe vor zwei Jahren Unruhen und wütende Angriffe von Muslimen auf buddhistische Tempel ausgelöst. Der Anwalt der Frau kündigte Berufung gegen das Urteil an.

    Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte das Urteil als eklatanten Verstoß gegen die Meinungsfreiheit. „Das Obergericht in Nordsumatra muss dieses Unrecht ungeschehen machen, indem es Meilianas Verurteilung aufhebt und ihre sofortige und bedingungslose Freilassung gewährleistet.“

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    Die Entscheidung der Richter sei ein weiteres Beispiel dafür, dass das umstrittene Blasphemiegesetz im mehrheitlich muslimischen Indonesien zunehmend willkürlich angewendet werde.

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    Tags:
    Islam-Äußerungen, Gerichtsprozess, Gerichtsurteil, Gerichtsentscheidung, Glaube, Buddhisten, Buddhismus, Gerichtsbeschluss, Islamische Weltanschauung, Gerichtshof, Moschee, Islamfeindlichkeit, Muslime, Gläubiger, Meinungsfreiheit, Gericht, Islam, Indonesien