17:36 22 September 2018
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    Ein Fragnemt der Berliner Mauer

    Berliner Mauer soll wiedererstehen – mit russischer Initiative

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    Eine Künstlergruppe will einen Nachbau der Berliner Mauer im Berliner Stadtbezirk Mitte errichten lassen. Darüber berichten deutsche Medien.

    Die Mauerkopie soll in der Nacht auf den 12. Oktober im Rahmen eines Künstlerprojektes entstehen. Um den „ummauerten" Bereich zu betreten, müssen die Besucher „Visa" kaufen: Ein zweistündiges „Visum" wird 15 Euro kosten, ein Tagesvisum — 25 Euro. Am Eingang werden die Gäste ihre Handys gegen Smartphones eintauschen, über die ihnen individuelle Führungen mit Dokumentationen, Ausstellungen, Diskussionen oder Konzerten angeboten werden.

    Der „ummauerte" Stadtteil ist zwischen Unter den Linden und der Oberwallstraße geplant und soll unter anderem die Staatsoper, das Kronprinzenpalais, die Bauakademie und andere historische Gebäude umfassen.

    Hinter der Aktion steckt die Künstlergruppe DAU des russischen Filmregisseurs Ilja Chrschanowski, veranstaltet wird sie von den Berliner Festspielen. Laut dem Intendanten der Berliner Festspiele Thomas Oberender geht es nicht darum, eine „Disney-DDR" hinter der Mauer zu schaffen. Vielmehr handle es sich um eine Reise in ein fremdes Land und um das Gefühl der Unfreiheit.

    Informationen der „Süddeutschen Zeitung" zufolge ist „die Prominenz der etwas radikaleren Kunst" an dem Projekt beteiligt, wie beispielsweise der Regisseur Romeo Castellucci, die Schmerzperformerin Marina Abramović sowie der Graffiti-Weltstar Banksy und der Filmregisseur Tom Tykwer mit seiner Firma „X Filme".

    Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP warten die Veranstalter immer noch auf die endgültige Genehmigung für ihre Aktion durch die Stadtbehörden.

    Die Mauer soll am 9. November, zum 29. Jahrestag des Falls der realen Mauer, abgerissen werden.

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    Mauerfall, Berliner Mauer, Berlin, Deutschland