16:32 13 Dezember 2018
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    Rente (Symbolbild)

    Lafontaine fordert hohe Renten wie in Österreich: „Alles andere ist kalter Kaffee“

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    In einem Facebook-Beitrag hat sich Oskar Lafontaine, einst SPD-Vorsitzender und heute Fraktionschef der Linken im Saarländischen Landtag, am Mittwoch zur Rentenfrage geäußert.

    „Renten rauf wie in Österreich – 800 Euro im Monat mehr! Alles andere ist kalter Kaffee“, schreibt der Politiker.

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    In seiner Nachricht kommentierte Lafontaine die Renten-Verbesserungen und eine stärkere Entlastung beim Arbeitslosenbeitrag für Millionen Bürger, auf die sich die Union und die SPD nach langem Ringen einigten, berichteten deutsche Medien am Dienstag unter Berufung auf Sozialminister Hubertus Heil.

    Den mühsam erreichten Kompromiss sieht Lafontaine trotz „leichter Verbesserungen für Geringverdiener“ und die Renten von Müttern als offenbar nicht ausreichend. Die Festschreibung des Rentenversicherungs-Beitrages auf 20 Prozent und das „Festhalten an der gescheiterten Riesterrente“ seien „der Pferdefuß“.

    „An der drohenden millionenfachen Altersarmut ändert der Kompromiss nichts. Der Niedriglohnsektor und prekäre Beschäftigungsverhältnisse bleiben. Der Mindestlohn ist viel zu niedrig“.

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    Lafontaine zufolge „setzte sich die Wirtschaft“ bei Renten- und Arbeitslosenversicherungs-Beiträgen durch. Denn aus Arbeitgeber-Sicht sei jede Beitragserhöhung eine Lohnerhöhung und jede Beitragssenkung eine Lohnsenkung. Als Beispiel betrachtet er die Arbeitslosenversicherungs-Beiträge, die 2006 noch bei 6,5 Prozent waren und nun von 3 auf 2,5 Prozent sinken sollen.

    „Der Koalitionskompromiss ist ganz im Sinne der Agenda 2010 und kann den Zorn vieler Menschen über den Sozialabbau der letzten Jahre nicht dämpfen. Profitieren wird davon wieder mal die AfD“, schließt der Linkenfraktionschef.

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