06:16 11 Dezember 2018
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    Autokennzeichen (Symbolbild)

    Wegen „Nazi-Code“: Wienerin muss Autokennzeichen kostspielig tauschen

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    Die Wienerin Andrea V. muss laut einem Behördenbrief ihr Wunschkennzeichen abgeben, weil es eine verbotene Zahlenkombination enthält. Das wird sie Hunderte Euro kosten, schreibt die österreichische Zeitung „Heute“.

    Auf dem Wunschtaferl von Andrea V. ist demzufolge die Zahl 18 zu finden, die seit einer Gesetzesänderung vor drei Jahren illegal sei: Denn sie könne auch für „Adolf Hitler“ (erster und achter Buchstabe im Alphabet) stehen, so das Blatt.

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    „Das ist doch völlig lächerlich. Am Freitag muss ich das Kennzeichen nun nach 15 Jahren zurückgeben“, zitiert „Heute“ die Wienerin.

    Sie sei Logopädin im 18. Bezirk, „Logo 18“ sei ihre Marke. Nun werde Andrea V. mit zusätzlichen Kosten und mehreren Amtswegen rechnen müssen. „Zum neuen Kennzeichen brauche ich noch eine Änderung des Parkpickerls (Parkticket, Anm. d. Red.) und eine neue digitale Vignette. Auch der Zulassungsschein muss umgeschrieben werden. Es wird mich 150 bis 200 Euro kosten.“

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    Die Ausgaben müsse Andrea V. aus eigener Tasche begleichen. Nur die 50 Euro Bearbeitungsgebühr für das Parkpickerl seien ihr erlassen worden. „Ich nehme mir sicher kein Wunschkennzeichen mehr“, so die Logopädin.

    Laut der Zeitung wurde 2015 in Österreich das Kraftfahrgesetz geändert. Nun sind alle so genannten Nazi-Codes auf Nummernschildern verboten. Als Beispiel führt das Blatt die Zahlen- und Buchstabenkombinationen 18 („Adolf Hitler“), H8 („Heil Hitler“), 311 („Ku Klux Klan“), 444 („Deutschland den Deutschen“) sowie C18 („Combat A. Hitler“) und andere an.

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    Pkw, Nazi-Symbole, Autobesitzer, Kennzeichen, Autofahrer, Wagen, Verkehr, Nazi-Deutschland, Nazis, Behörden, Gesetz, Transport, Auto, Nationalsozialismus (Nazismus), Adolf Hitler, Wien, Österreich