00:57 19 September 2018
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    die Moskauer Internationale Buchmesse

    Weshalb der Westen Russland nicht mag - Publizist

    © Sputnik / Ewgenij Odinokow
    Gesellschaft
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    Nikolaj Jolkin
    16924018

    Nikolai Starikow, Publizist und Blogger, Gründungsvater der „Gewerkschaft der Bürger Russlands“, hat auf der Moskauer Internationalen Buchmesse sein neues Buch „Der Hass. Chronik der Russlandfeindlichkeit“ präsentiert, mit dem er die Frage zu beantworten sucht: „Wieso mag uns der Westen nicht?“

    „Wir waren imperial, wir waren kommunistisch, wir waren demokratisch — doch zu jeder Zeit vom Westen gehasst“, behauptet er im Vorwort, sucht herauszufinden, wo dieser Hass herrührt, und beschreibt den Unterschied zwischen dem Westen und Russland.

    „Im Fernsehen und in der Presse wird an all dem Negativen, was heute in der Welt geschieht, Russland die Schuld gegeben! Inzwischen sind wir aber auch daran für schuldig erklärt worden, was erst geschehen könnte. Es sind ausschließlich russische Sportler, die dopen. Andere sind halt krank, und das gutherzige Internationale Olympische Komitee erteilt ihnen die Erlaubnis,,Arzneien‘ einzunehmen, welche große Ähnlichkeit mit Stimulanzien aufweisen. Es sind die furchtbaren virtuellen „russischen Hacker“, die den Verlauf der Wahlen in den westlichen Ländern entscheidend beeinflussen können. Dabei versuchen die „russischen Hacker“ komischerweise nicht, in den Wahlprozess in Ländern wie Brasilien, Argentinien und Japan einzugreifen, so dass dort proamerikanische Kräfte siegen.

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    Ausgerechnet Russland ist der westlichen Propaganda zufolge für die Terrorangriffe und den Einsatz der,chemischen Waffe‘ mit dem komischen Namen,Nowitschok‘ (zu Deutsch Neuling) in Europa verantwortlich. Gibt es Beweise? Es gibt keine. Russland unterstützt Baschar al-Assad, deshalb soll es in Syrien Krieg, in Europa Flüchtlinge und in europäischen Hauptstädten Terroranschläge geben. Der Umstand, dass ohne die Unterstützung der,moderaten Opposition‘ durch den Westen in Syrien gar kein Krieg möglich wäre, wird verschwiegen. Die westlichen,unabhängigen‘ Medien kratzen stets an der Oberfläche, fahren lieber auf der emotionalen Schiene und vermeiden es, ein logisches Bild von dem Geschehen zu vermitteln. Lauter Fragmente, dazu möglichst grell. Wie im Zirkus, wo die Kostüme immer blendend funkeln.“

    Den Hauptgrund der „Abneigung“ gegen Russland sieht Nikolai Starikow in seiner Rivalität mit dem Westen. Um zu siegen, hat der Westen sich selbst von der Notwendigkeit der Vernichtung anderer Zivilisationen überzeugen müssen, meinte er im Sputnik-Gespräch. „Äußerlich sieht Russland dem Westen ähnlich, und dies verstärkt noch die negative Haltung ihm gegenüber.“

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    Es sei eben historisch bedingt, so der Blogger, dass der Westen versucht habe, uns zu verändern, uns sich anzugleichen. „Und nebenbei hat er unzählige Verbrechen verübt. Wir aber haben es ihm nicht wiedervergolten. Auf unserer Seite gab es stets Achtung und sogar Mitleid mit dem geschlagenen Gegner. Wohl deshalb, weil wir anders sind. So unterscheidet sich die heutige Lage in nichts von der vor hundert und zweihundert Jahren. Im Westen wird allerdings der Russlandhass intensiv gefördert. Und auch die Angst. Wir aber begegnen dem Westen mit Respekt, ohne Hass, haben aber auch keine Angst vor ihm.“

    Blogger N.Starikow präsentiert sein Buch
    © Sputnik / Nikolaj Jolkin
    Blogger N.Starikow präsentiert sein Buch
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    Tags:
    Wahleinmischung, Hass, Angst, Vergiftung, A-234 "Nowitschok", Baschar al-Assad, Westen, Russland