11:41 17 Oktober 2018
SNA Radio
    Migranten in Frankreich (Archiv)

    Minderjährige Migranten: „Glücksrad“ für Schmuggler, Fass ohne Boden für Steuerzahler

    © AFP 2018 / PHILIPPE HUGUEN
    Gesellschaft
    Zum Kurzlink
    2521135

    Die jährliche Unterstützung von unbegleiteten minderjährigen Migranten kostet Frankreich mehr als 800 Millionen Euro. Mit der massiven Zunahme der Einwanderung steigen die Ausgaben und werden zu einer untragbaren Bürde für französische Steuerzahler, schreibt der Journalist François d‘Orcival für die Zeitung „Le Figaro”.

    „Die Abteilungen explodieren. Es gibt eine äußerste Überlastung, das Budget ist überschritten“, so der Kolumnist.

    >>> Weitere Sputnik-Artikel: „Unerträgliches Ausmaß rechter Gewalt“ – Mindestens 169 Todesopfer seit 1990

    Demzufolge genießen unbegleitete minderjährige Migranten einen besonderen Status in Frankreich. Sie dürfen nicht abgeschoben werden, erhalten automatisch Asyl und dürfen sofort einen Antrag für den Zuzug der Eltern stellen. Für kriminelle Gruppen, die illegal Einwanderer befördern, seien Jugendliche deshalb ideale Kunden.

    Die Schmuggler lassen die Minderjährigen an den europäischen Grenzen zurück, wo sich „humanitäre“ Assoziationen um sie kümmern und sie an französische Beamte übergeben, die sie auf Departements verteilen. Jedoch haben die „Kassen der Departements keine Mittel, um Hunderte, Tausende ankommende Minderjährigen unterzubringen, zu ernähren sowie in die ohnehin belasteten Strukturen einzufügen“.

    >>> Weitere Sputnik-Artikel: Erster Dialekt-Kurs für Migranten: Volkshilfe bringt Oberösterreichisch bei

    2010 habe es in Frankreich 4000 unbegleitete minderjährige Migranten gegeben, 2017 bereits fast 15.000. Dieses Jahr soll diese Zahl auf 25.000 steigen. Für jeden solchen Einwanderer gebe Frankreich jährlich zwischen 40.000 und 50.000 Euro aus. Zuzüglich aller Ausgaben belaufe sich die Summe auf mehr als 800 Millionen Euro.

    Die Mehrheit dieser Migranten behaupte, zwischen 15 und 18 Jahre alt zu sein. Sie seien ein richtiges Glücksrad für die Schmuggler, ein Fass ohne Boden für die französischen Beamten. Für die Herkunftsländer bedeute die Flucht dieser Kinder Verarmung, meint d‘Orcival.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Minderjährige, Familiennachzug, Abschiebung, Mädchen, Jungen, Jugendliche, Kinder, Asylrecht, Asylpolitik, Asylheim, Asylbewerber, Asylanträge, Asylantrag, Asyl, Flüchtlingsfrage, Flüchtlingsdeal, Flüchtlingscamp, Flüchtlingsaufnahme, Flüchtlinge, Flüchtling, Einwanderungspolitik, Einwanderung, Einwanderer, Migrationspolitik, Migrationskrise, Migrationshintergrund, Migrationsdienst, Migration, Migranten, Migrant, Europäische Union, Europa, EU-Länder, EU, Frankreich