04:13 17 Oktober 2018
SNA Radio
    Berliner Mauer (Archiv)

    Nach Wende: Ostdeutschland verlor zwei Millionen Einwohner

    © AP Photo / Markus Schreiber
    Gesellschaft
    Zum Kurzlink
    8249

    Ostdeutschland hat seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 elf Prozent seiner Einwohner verloren. Dies geht aus einem Bericht des Statistischen Bundesamtes hervor, der anlässlich des Tages der deutschen Einheit veröffentlicht wurde.

    In der Zeit von 1990 bis 2017 ging die Einwohnerzahl im Osten Deutschlands demnach um elf Prozent oder rund zwei Millionen Menschen zurück — auf etwa 16,2 Millionen. Im Westen nahm sie um 8,2 Prozent und somit um fünf Millionen auf 66,6 Millionen zu.

    Insgesamt wuchs die Bevölkerung in der BRD seit der Wiedervereinigung um drei Millionen und betrug somit 82,2 Millionen. Dabei lebten 2017 80,5 Prozent der deutschen Bevölkerung im früheren Bundesgebiet und 19,5 Prozent in den neuen Bundesländern und in Berlin.

    Statistische Unterschiede zwischen Ost und West wurden auch in anderen Lebenssphären festgestellt. So wendeten die Ostdeutschen 2078 Euro für ihre Konsumausgaben auf — die Ausgaben der Westdeutschen lagen mit 2587 Euro um 20 Prozent höher. In beiden Fällen gaben die Haushalte für Grundbedürfnisse Wohnen, Essen und Kleidung etwas mehr als 53 Prozent der gesamten Konsumausgaben aus.

    Der Anteil der Alleinerziehenden unter allen Familien im Osten machte rund 25 Prozent aus, während er im Westen 17,5 Prozent betrug.

    Im Westen wurden 28,8 Prozent aller Kinder unter drei Jahren in einer Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege betreut (Stand 1. März 2017), in den neuen Bundesländern und in Berlin waren es 51,3 Prozent. Was die drei- bis fünfjährigen Kinder anbetrifft, ist der Unterschied kaum bemerkbar: Im Westen waren es 93 Prozent, in den neuen Ländern und Berlin lag die Quote bei 94,8 Prozent.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren