15:33 19 Oktober 2018
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    AfD-Politikerin Beatrix von Storch

    Storch zeigt sich offen: Kommt nach jüdischer AfD jetzt muslimische AfD?

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    Muslime können eigene Vereinigungen in der AfD gründen, gab AfD-Politikerin Beatrix von Storch am Sonntag kurz nach der Gründung einer jüdischen AfD-Gruppierung bekannt. Allerdings müssten diese Muslime gemeinsam mit der AfD gegen „die Islamisierung“ Deutschlands vorgehen.

    Die Gründung einer Jüdischen AfD (JAfD) am Sonntag hatte bereits für viel Kritik und Verwunderung sowie für eine Demonstration gesorgt. Nun folgte direkt darauf die nächste Überraschung: Beatrix von Storch, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Partei im Bundestag, zeigte sich offen für die Gründung solcher Vereinigungen innerhalb der AfD, die aus Muslimen bestehen.

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    Eine Öffnung der AfD für eine „Islamisierung“ der Partei, in der von Storch „die große Bedrohung der westlichen Zivilisation im 21. Jahrhundert“ sieht, steht damit aber nicht bevor. Denn von Storch schränkte ihre Aussage zugleich ein: Nur wenn die Muslime auch bereit seien, gemeinsam mit der AfD gegen „die Islamisierung“ Deutschlands zu kämpfen, sollen sie solche Gruppen innerhalb der rechtskonservativen Partei bilden dürfen.

    Als Beispiele für mögliche Mitglieder einer solchen Gruppierung in der Partei nannte sie eine Reihe liberaler Muslime, wie etwa die Imamin Seyran Ates, die sich für eine Reformation des Islam einsetzen und den herkömmlichen Islam mit seinen Einschränkungen, beispielsweise der Rechte der Frau, entschieden ablehnen. Ihnen gegenüber stehen für die AfD-Politikerin „die Scharia- und Erdogan-Anhänger“, die von Storch zufolge liberale Muslime in Deutschland täglich mit Hass und Gewalt bedrohen.

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    Tags:
    Meinungsfreiheit, Rassismus, Partei Alternative für Deutschland (AfD), Beatrix von Storch, Deutschland