11:00 18 November 2018
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    Bald keine Wattestäbchen mehr? EU-Parlament entscheidet über Plastik-Verbot

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    Das Europaparlament hat am Mittwoch beschlossen, dass Einwegplastikartikel, für die es Alternativen gibt, bis 2021 vom Markt verschwinden sollen, meldet die Nachrichtenagentur Reuters.

    Der Vorschlag, dem die EU-Länder zustimmen müssen, soll die Meeresverschmutzung verringern. Neben Wegwerfartikeln aus Kunststoff sollen auch Produkte wie leichte Einkaufstüten auf die Verbotsliste aufgenommen werden. Zudem soll die Recyclingquote für Plastikflaschen bis 2025 auf 90 Prozent steigen.

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    Der Agentur zufolge machen Kunststoffe 85 Prozent der Abfälle in den Meeren aus. Dazu noch sei Mikroplastik auch erstmals bei Menschen nachgewiesen worden.

    Unter das Verbot fallen etwa Teller, Besteck, Strohhalme, Rührstäbchen, Wattestäbchen oder Haltestäbchen für Luftballons, so Medienberichte. Außerdem sollen Maßnahmen zur Reduzierung der Abfälle aus Tabakerzeugnissen eingeführt werden.

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    „Jährlich gelangen acht Millionen Tonnen Plastik ins Meer“, zitiert „Die Presse“ den ÖVP-Europaabgeordneten Lukas Mandl. Da die Richtlinie erst 2021 in Kraft treten werde, „muss es und gibt es genug Zeit, über die Ausgestaltung von Sanktionen zu diskutieren“.

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    Umweltfreundlich, Umweltzerstörung, Plastik, Umweltkatastrophe, Verschmutzung, Ozean, Müll, Verbot, Umweltschutz, Abfall, Umwelt, Meer, Europaparlament, EU, EU-Länder, Europäische Union, Europa