22:03 18 November 2018
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    Karawane der Migranten an der Grenze zwischen den USA und Mexiko

    Migranten vs. US-Armee: Wer sind die Drahtzieher der Flüchtlingskarawane?

    © REUTERS / Carlos Garcia Rawlins
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    US-Präsident Donald Trump hat mehr als 5000 Soldaten an die Grenze zu Mexiko entsendet. Sie sollen die „Karawane der Migranten“, die die Grenze zu den USA erstürmen will, aufhalten. Das schreibt das Internetportal vz.ru am Donnerstag.

    Der Ausgang eines unvermeidlichen Zusammenstoßes der Illegalen und der Militärs würde das Schicksal der Kongresswahlen und auch von Trump selbst bestimmen. Was geht an der südlichen Grenze der USA vor sich?

    Die Geschichte um die Migranten-Karawane nähert sich ihrem Höhepunkt. In Mexiko bilden sichgrößere Gruppen von illegalen Einwanderern, die die US-Grenze durchbrechen wollen. US-Präsident Donald Trump schickt zur Überwachung der südlichen Grenze nicht 800, wie ursprünglich geplant, sondern 5200 Soldaten. Der Zusammenstoß der Einwanderer mit dem US-Militär wurde von den Drahtziehern der Aktion mit den Zwischenwahlen zeitlich abgestimmt. Deswegen ist am Wochenende eine Eskalation an der Grenze zu erwarten.

    Mit dem Flüchtlingstreck wird Wahlkampf gegen Trump gemacht. Die Beendigung der chaotischen Lage an der amerikanisch-mexikanischen Grenze war einer seiner größten Wahlversprechen. Doch bislang hat er das nicht geschafft.

    Die Grenze zwischen Mexiko und den USA ist rund 3200 Kilometer lang. Ein großer Teil der Grenze verläuft im Gebirge und entlang des Flusses Rio Grande. Gerade über den Fluss gelangen viele illegale Einwanderer unter Umgehung der Kontrollposten in die USA. Der Rio Grande ist nicht besonders tiefund hat keinen Schiffsverkehr. Illegale Einwanderer passieren den Fluss gewöhnlich schwimmend. Kinder und Frauen überqueren das Gewässer auf Autoreifen und selbstgebauten Flößen. Laut Schätzungen gelangen auf diese Weise 800.000 Menschen pro Jahr in die USA.

    Natürlich sind die Flüchtlingswellen schon seit langem ein kriminelles Geschäft. Große Banden schleusen Migranten über die Grenze, stellen ihnen Unterkünfte und Verkehrsmittel bereit. Eine Pauschale kostet mehrere tausend Dollar.

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    Die Zeitung „The New York Times“ veröffentlichte im Sommer die Geschichte eines Einwanderers aus Salvador. Er erzählte, dass seine einen Monat dauernde Reise nach Texas rund 12.500 Dollar kostete. Einen Teil davon gab er für Lebensmittel und Reisekosten aus, einen weiteren Teil zur Bestechung vonPolizisten und Grenzsoldaten. Der größte Teil ging an Schmuggler, die ihn über den Rio Grande schleusten.

    Es ist klar, dass viele Illegale dieses Geld nicht haben. Deswegen müssen sie Dienstleistungen erledigen – Drogen befördern, verbotene Substanzen verkaufen, für kriminelle Gruppen arbeiten. Nicht zufällig sagte Trump bereits während seines Wahlkampfes, dass die USA für Mexiko eine Mülldeponie geworden ist, wohin Schwerstverbrecher geschickt werden.

    Natürlich arbeiten nicht alle illegalen Einwanderer für lateinamerikanische Banden. Doch einfache Arbeitsmigranten sind nicht weniger gefährlich. Sie sorgen für ein Lohndumping auf dem Arbeitsmarkt, arbeiten sogar nur für Mahlzeiten und nehmen den Amerikanern die Arbeitsplätze weg. Das alles wurde von Trump in seinem Wahlprogramm ausgedrückt.

    Trumps auffallendste Initiative war die angekündigte Errichtung einer Mauer an der Grenze zu Mexiko. Dabei wollte er die Finanzierung der Bauarbeiten Mexiko auferlegen, wobei mit dem Bruch des Handelsabkommens NAFTA gedroht wurde.

    Eine Mauer an der Grenze zu Mexiko, wenn auch ohne viel Aufsehen, wird bereits seit langem gebaut. Damit befassten sich der Demokrat Bill Clinton und der Republikaner George W. Bush. Doch das Bauprojekt hatte viele Hindernisse – hohe Kosten, der notwendige Erwerb der Grundstücke entlang der Grenze bei privaten Personen, Proteste von Umweltschützern, der Vertrag zwischen Mexiko und den USA aus dem Jahr 1889, der de facto Bauarbeiten im Gebiet des Flusses Rio Grande verbietet. Heute ist diese Mauer insgesamt etwa 1000 Kilometer lang. Doch weder die Mauer noch die Kontrollposten und regelmäßige Grenzpatrouillen hindern Tausende illegale Einwanderer daran, in die USA zu gelangen.

    Die Initiative Trumps, die Mauer fertigzubauen, wurde vom Kongress blockiert und von den Behörden Mexikos offen verhöhnt, die sich kategorisch weigerten, für die Mauer in die Kasse zu greifen. Liberale Medien präsentierten sie als ein sinnloses Fremdenhass-Projekt. Nun hängt das Schicksal dieses Projektes vom Ergebnis der Zwischenwahlen ab. Wenn die Republikaner die Mehrheit im Kongress bekommen, könnte Trump mit der Finanzierung des Projektes rechnen – allein in der ersten Etappe werden 25 Milliarden Dollar notwendig sein. Falls die Demokraten gewinnen, wird das Projekt zum Bau der Mauer scheitern, wie auch Trump.

    Die Demokraten verheimlichen nicht, dass ihre erste Initiative im Falle des Sieges bei den Wahlen der Start des Amtsenthebungsverfahrens sein wird. In den vergangenen Wochen konnte man sehen, wie die Demokraten von medialen Angriffen zu blutigen Provokationen übergingen.

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    Die Verschickung von Briefbomben an demokratische Spitzenpolitiker, der Mord an elf Personen in einer Synagoge in Pittsburgh – im Schatten dieser Ereignisse blieb der gescheiterte Terroranschlag in Kentucky. Vor einer Woche versuchte der weiße Amerikaner Gregory Bush, in eine Kirche einzudringen, wo sich Afroamerikaner versammelt hatten. Als er daran scheiterte, erschoss er zwei alte Afroamerikaner auf dem Parkplatz, anschließend wurde er festgenommen; ihm wurde die Vorbereitung eines Massakers vorgeworfen.

    Die Verantwortung für diese schrecklichen Verbrechen wird automatisch Trump auferlegt. DieMehrheit der US-Medien wirft ihm „Entfachung von Hass“ vor, der angeblich die „weißen Nationalisten“ zum Mord an Vertretern der Minderheiten zwingt.

    Der Protest wird von bekannten Figuren geleitet. Beispielsweise wird die gemeinnützige Organisation Bend the Arc, die Anti-Trump-Aktionen der jüdischen Gemeinschaft nach dem Massaker in der Synagoge in Pittsburgh organisiert, von Alexander Soros geleitet – dem Sohn des Finanz-Gurus und Drahtziehers vieler bunter Revolutionen, George Soros.

    Die Anführer des „Deep State“ planen auch eine Provokation mit der „Karawane der Migranten“. Die Zusammenstöße an der Grenze, die von liberalen Journalisten gekonnt präsentiert wurden, werden eine psychologische Attacke auf die Anhänger der Republikaner sein.

    Jede neue Provokation der Liberalen stellt einfache Wähler vor eine aufgezwungene Wahl. Wer für die Republikaner stimmt, sitzt in einem Boot mit Rassisten, die Menschen an der mexikanischen Grenze schlagen und Juden und Afroamerikaner erschießen.

    Noch vor zwei Jahren war der Druck auf Trumps Anhänger nicht so erdrückend wie jetzt. Die Propaganda der Demokratischen Partei, die von ihrem Sieg überzeugt war, bemerkte einfach nicht die schweigende Mehrheit, die einen republikanischen Präsidenten wählen wollte. Heute wird diese Mehrheit moralisch terrorisiert.

    Man kann sich kaum vorstellen, dass die vielen Millionen Anhänger Trumps genug Ausdauer haben, um diesem Terror Widerstand zu leisten und die zynischen Manipulationen der Demokraten zu begreifen. Dass der Wahlkampf so intensiv und hysterisch geführt wird, zeigt die innere Unsicherheit der Demokraten, was den Sieg betrifft. Vielleicht wird Trump es schaffen, seinen Anhängern zu erklären, dass die Geschichte mit der Karawane der Migranten einfach eine Provokation ist, die von seinen politischen Gegnern organisiert und finanziert wurde. Dann werden die Manipulationen der Demokraten zum Bumerang werden.

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    Entsendung, Armee, Einwanderer, Wahlkampf, Flüchtlinge, Migranten, Nordamerikanisches Freihandelsabkommen Nafta, Donald Trump, Mexiko, USA