00:20 13 November 2018
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    eine Jesidin in dem Irak (Archiv)

    Jesidin nur Teil einer Medienkampagne? Zweifel an Geschichte von Aschwak

    © AFP 2018 / SAFIN HAMED
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    Ist die Jesidin Aschwak H. in Deutschland ihrem IS-Peiniger wiederbegegnet? Oder hat ihr Vater sie in instrumentalisiert, um die Behörden zu erpressen? Seit Neuestem gibt es offizielle Zweifel an der Darstellung des Mädchens.

    Die Jesidin Aschwak H. hatte sich im September in einem bewegenden Video an die Öffentlichkeit gewandt und darin erzählt, dass sie in Deutschland dem IS-Mann begegnet sein soll, der ihr im Irak so viel Leid zugefügt hatte. Schnell wurde Kritik und Empörung laut. Die Geschichte ging durch die meisten Medien.

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    Aber es könnte in dem Fall noch eine Wendung geben. Laut einem Bericht der „Südwest Presse“ haben Behörden mittlerweile an dem Wahrheitsgehalt der Geschichte. Der Verdacht bestehe, dass es sich dabei um eine Medienkampagne gehandelt haben könnte. Laut dem Bericht könnte der Vater seine Tochter instrumentalisiert haben, damit weitere Angehörige nach Deutschland einreisen dürfen. Andernfalls soll er mit einer Medienkampagne gedroht haben.

    Die Jesidin Aschwak H. kam im Zug eines Sonderkontingents 2015 nach Deutschland. Zuvor war sie den Berichten zufolge im Irak in Gefangenschaft des „Islamischen Staates“ (IS), wurde von einem IS-Mann vergewaltigt und in die Sklaverei weiterverkauft. Diesem Mann will sie in Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg wiederbegegnet sein. Seit Ende September ist die junge Frau wieder in Baden-Württemberg.

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    Tags:
    Gefangenschaft, Sklaverei, IS, Irak, Deutschland