22:35 17 November 2018
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    Rotlichtbezirk De Wallen in Amsterdam

    Amsterdam will seine Prostituierten umsiedeln – Medien

    © AFP 2018 / Koen van Weel / ANP / AFP
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    Die Behörden Amsterdams wollen die Mitarbeiter der Sex-Branche aus dem berühmten Rotlichtviertel De Wallen in der Altstadt umsiedeln. Das schreibt die niederländische Zeitung „Het Parool“ unter Berufung auf die niederländischen Parteien GroenLinks, D66 und SP.

    Als eines der ersten Gebiete in der Welt, wo die Prostituierten legal arbeiten und organisiert sind, ist De Wallen eine wichtige Touristenattraktion der niederländischen Hauptstadt. Die unablässigen Touristenströme bereiten jedoch sowohl für die Einwohner als auch für die Prostituierten viele Probleme, schreibt das Blatt am Mittwoch.

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    „Touristen gaffen Frauen in den Fenstern an, schreien und machen Fotos, gehen aber nicht hinein, was das Einkommen unter Druck setzt“, so „Het Parool“.

    Laut Mitgliedern von GroenLinks, D66 und SP sollen neue Lizenzen für Prostitution außerhalb des historischen Zentrums ausgestellt werden. Die Prostituierten würden an neuen sicheren Orten legal arbeiten können, ohne von Touristen gestört zu werden.

    „Denkt an eine Art Hotel, dessen Zimmer mit einem Alarmknopf, einem Safe für Geld und mit Videobeobachtung draußen ausgestattet ist“, zitiert die Zeitung das Ratsmitglieder von GroenLinks, Femke Roosma.

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    Laut dem Berater für die liberale Partei D66, Alexander Hammelburg, sollen diese neuen Orte die Sex-Arbeiterinnen dazu anregen, das Rotlichtviertel zu verlassen. „Dort können sie in Anonymität arbeiten, frei von Touristen, die ständig Fotos machen. De Wallen ist einfach kein sicherer Ort mehr.“

    Der Umzug der Prostituierten aus De Wallen würde zu einer „historischen Veränderung“ führen, meint „Het Parool“.

    Medienberichten zufolge hat Bürgermeisterin Femke Halsema (Groenlinks) bereits dazu aufgerufen, einige Straßen des legendären Bezirks vorübergehend für Reinigungsarbeiten zu schließen.

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