23:25 12 November 2018
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    Massengräber in dem Irak (Archiv)

    Irak: Mindestens 200 Massengräber in früheren IS-Gebieten gefunden

    © REUTERS / Ari Jalal/File Photo
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    Mehr als 200 Massengräber sind laut einem am Dienstag vorgelegten Bericht des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte in den früheren Gebieten der Terrormiliz IS* („Islamischer Staat“; auch Daesh) im Irak entdeckt worden.

    Das Dokument wurde demnach zusammen mit der UN-Mission (UNAMI) vorbereitet.

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    „Die in unserem Bericht dokumentierten Massengräber zeugen von grauenhaften menschlichen Verlusten, schwerem Leid und schockierender Grausamkeit“, so der UN-Gesandte für den Irak, Jan Kubis.

    Laut den UN-Angaben wurden insgesamt 202 Massengräber gefunden. Die meisten befinden sich demnach in den Provinzen Ninawa, Kirkuk, Salah al-Din und Anbar im Norden und Westen des Landes. Laut den UN-Einschätzungen kann es dabei um 6000 bis 12.000 Leichen gehen.

    Die UN-Mission im Irak rief die irakischen Behörden in ihrem Bericht auf, die Stätten vollständig auszuheben, um den Familien Gewissheit über das Schicksal ihrer Angehörigen zu ermöglichen.

    2017 hatte der irakische Premierminister Haidar al-Abadi den vollständigen Sieg der irakischen Streitkräfte über die Terrormiliz „Islamischer Staat“ in der Stadt Tal Afar verkündet, die westlich von Mossul liegt. Ihm zufolge ist die gesamte nördliche Provinz Ninawa von den Terroristen befreit worden. Mehr als 2000 Kämpfer des „Islamischen Staates“ seien getötet worden.

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    Die Offensive wurde Ende August von irakischen Regierungskräften durchgeführt, bei der die Stadt Tal Afar und die gesamte Provinz Ninawa befreit wurden.

    *Eine in Russland verbotene Terrorgruppierung.

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    Tags:
    Massengräber, IS, UN, Irak