17:23 03 August 2020
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    Ein Narkosearzt in einer Donau-Ries-Klinik im nordschwäbischen Donauwörth steht unter Verdacht, 1.300 Patienten mit Hepatitis-C infiziert zu haben. Das berichtete die „Bild“-Zeitung.

    Demnach ruft die Klinik alle Patienten, bei denen ein gewisser Arzt bei Operationen im Zeitraum vom 22. November 2016 bis 24. April 2018 Anästhesist gewesen war, auf, sich auf Hepatitis-C untersuchen zu lassen.

    Bisher sei bei 45 von 752 getesteten Patienten der Hepatitis-Virus entdeckt worden.

    Ein zuständiges Gesundheitsamt machte auf den Vorfall aufmerksam, nachdem ein Familienarzt bei drei Patienten, die früher in der Donau-Ries-Klinik behandelt worden seien, Hepatitis-C gefunden habe.

    Die Klinik selbst vermutete, dass nicht richtig desinfizierte OP-Instrumente zu der Ansteckung hätten führen können.

    Der Mediziner, der selbst an Hepatitis-C litt, arbeitet seit einigen Monaten nicht mehr in Donauwörth. Gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft. Sie untersucht auch, ob der Mann sich selbst Arzneien gespritzt und dieselben Spritzen dann für Patienten verwendet hatte.

    Es ist bislang noch völlig unklar, ob er seine Patienten fahrlässig oder vorsätzlich infiziert haben könnte.

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    Tags:
    Narkose, Arzt, Hepatitis, Bild-Zeitung, Deutschland