08:45 21 November 2018
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    Flüchtlinge (Archivbild)

    Grünenpolitiker Kretschmann will gewalttätige Flüchtlinge „in die Pampa“ schicken

    © AFP 2018 / Robert ATANASOVSKI / AFP
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    Baden-Württembergs Ministerpräsident, der Grünenpolitiker Winfried Kretschmann, hat sich zum Thema gewaltbereiter Flüchtlinge gegenüber der Zeitung „Heilbronner Stimme“ geäußert. Seine Äußerungen haben Medienberichten zufolge jedoch seine Parteikollegen irritiert.

    Nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg schlug Kretschmann vor, kriminelle Gruppen junger Flüchtlinge zu trennen und von großen Städten fernzuhalten.

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    „Man muss sie trennen und wahrscheinlich auch schauen, dass man solche Leute aus den Großstädten rausnimmt. Großstädte sind für solche Leute wegen der Anonymität attraktiv und weil sie dort Gleichgesinnte treffen. Der Gedanke, dass man da welche in die Pampa schickt, ist nicht falsch. Das sind Dinge, die wir gerade überlegen“, zitiert das Blatt den Politiker.

    Es werde immer dann problematisch, wenn nicht Einzelne eine Straftat begehen würden, sondern eine Gruppe. Außerdem dürfe es nicht zugelassen werden, dass eine kleine Minderheit Gewaltbereiter eine große Zahl von rechtschaffenen Asylsuchenden diskreditiere.

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    „Salopp gesagt ist das Gefährlichste, was die menschliche Evolution hervorgebracht hat, junge Männerhorden. Solche testosterongesteuerte Gruppen können immer Böses anrichten. Die Vergewaltigung in Freiburg ist ein schlimmes Beispiel“.

    Die „Grünen“-Parteichefin, Annalena Baerbock, kritisierte Kretschmanns Ausdrucksweise, deutete seine Äußerung aber inhaltlich als Bestätigung grüner Positionen.

    „Ich hätte es anders formuliert, aber in der Sache unterstreicht Kretschmann das, wofür wir Grünen lange streiten. (…) Wir haben immer gesagt, dass es für Asylsuchende dezentrale Unterbringung geben muss. Das ist die beste Prävention“, sagte die „Grünen“-Spitze der Deutschen Presse-Agentur laut Medien.

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    Der Fraktionschef der Grünen im Bundestag, Anton Hofreiter, rügte ebenfalls in einem Interview mit dem Sender Phoenix Kretschmanns Wortwahl. „Ich finde die Sprache zwar problematisch, aber Winfried Kretschmann bringt es auf den Punkt, warum die Ankerzentren von Innenminister (Horst – Anm. d. Red.) Seehofer und CDU/CSU nicht nur inhuman sind, sondern zu einem Sicherheitsproblem führen“, zitiert das Presseportal den Politiker.

    Mitte Oktober war eine 18-Jährige angeblich durch eine Gruppe junger Männer in Freiburg vergewaltigt worden. In dem Fall besteht gegen sieben Syrer zwischen 19 und 29 Jahren und einen 25 Jahre alten Deutschen dringender Tatverdacht. Sie sitzen in Untersuchungshaft. Laut Medienberichten könnten jedoch mehr Täter an der Tat beteiligt gewesen sein.

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