05:36 11 Dezember 2018
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    Grenze zwischen den USA und Mexiko

    Migranten stürmen US-Grenze: Mexiko will Gewalttäter abschieben

    © AP Photo / Eric Gay
    Gesellschaft
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    Mehrere hundert Migranten haben am Sonntag versucht, illegal über die Nordgrenze Mexikos in Tijunana in die USA zu gelangen. Die mexikanische Regierung will nun einen Teil der Beteiligten in ihre Herkunftsländer abschieben.

    Die mexikanische Polizei hat vergeblich versucht, mittelamerikanische Migranten zu stoppen. Mehrere Dutzend Menschen kletterten auf den Blechwall vor der US-Grenzmauer. Die Sicherheitskräfte der Vereinigten Staaten setzten Tränengas ein.

    Diejenigen unter den rund 500 Protestierenden, die gewaltsam und illegal versucht hätten, die Grenze zu den USA zu überqueren, würden abgeschoben, teilte die Agentur Reuters unter Verweis auf das Innenministerium in Mexiko-Stadt am Montag mit.

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    ​Die mexikanischen Behörden hätten die Proteste an der Grenze zwischen Tijuana und San Diego mittlerweile eingedämmt. Trotz der angespannten Lage gebe es keine Pläne, das Militär zu entsenden. Die USA schlossen daraufhin am Sonntag den Grenzübergang. Vor Ort wurden US-Helis eingesetzt, die die Grenze überflogen. Die Grenzübergänge wurden laut Medienberichten später wieder geöffnet.

    „Es wäre sehr klug, wenn Mexiko die Karawanen (von den Migranten – Anm. d. Red.) weit vor der Südgrenze stoppen würde“, so der US-Präsident via Twitter am Sonntag. Die Vereinigten Staaten würden nur diejenigen zulassen, die lauf legale Weise in das Land kämen.

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    ​Nach unterschiedlichen Angaben befinden sich dort zwischen 4700 und 7000 Menschen, die nach einem Fußmarsch über tausende Kilometer aus ihren mittelamerikanischen Herkunftsländern die Grenze zu den USA überqueren wollen. Der Grund dafür seien Armut und Gewalt, die in ihren Heimatländern herrschten. Sie wollen nun in die USA gelangen, um einen Antrag auf Asyl zu stellen.

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    Tags:
    Sturm, Migranten, Grenze, Donald Trump, Mexiko, USA