01:59 12 Dezember 2018
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    Polizeiabsperrung (Archiv)

    Entpuppt sich angebliche Vergewaltigung als zweiter „Fall Lisa“?

    © AFP 2018 / TOBIAS SCHWARZ
    Gesellschaft
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    In Königs Wusterhausen (Brandenburg) soll sich im November eine Vergewaltigung abgespielt haben. Zwei Männer sollen sich auf einer Toilette an einer 15-jährigen vergangen haben. Die Staatsanwaltschaft hat aber Zweifel an der Geschichte.

    Der Verdacht, zwei Männer hätten am 20. November ein junges Mädchen auf einer öffentlichen Toilette in Königs Wusterhausen vergewaltigt, hat sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft Cottbus nicht bestätigt. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Nicht ausgeschlossen wird auch, dass die 15-jährige den Vorwurf erfunden hat, heißt es im RBB.

    Laut dem Bericht hätten Zeugenvernehmungen und Sachbeweise die Tatverdächtigen entlastet. Die Staatsanwaltschaft hat darum den Haftbefehl gegen einen 21-jährigen, einen Asylbewerber aus Afghanistan, aufgehoben. Ein zweiter Tatverdächtiger ist zudem ermittelt worden, gegen ihn wird aber kein Haftbefehl beantragt.

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    Kein Hinweis auf Sexualkontakt

    Die Ermittlungen gingen weiter, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber dem Rundfunk Berlin Brandenburg mit. So habe etwa nicht festgestellt werden können, dass überhaupt ein Sexualkontakt stattgefunden habe. Insgesamt gebe es zu viele Widersprüche und die Geschädigte wirke offenbar an deren Aufklärung nicht mit. Da der dringende Tatverdacht fehle, sei der Betreffende aus der Haft entlassen worden.

    In Königs Wusterhausen fanden am Montagabend trotz der Ergebnisse der Staatsanwaltschaft und der Entlastung der Tatverdächtigen drei Demonstrationen gegen die Flüchtlingspolitik in Deutschland statt.  Insgesamt nahmen 500 Menschen daran teil. Laut Polizei blieb alles friedlich.

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    Tags:
    Asylbewerber, Vorwürfe, Tatverdächtigte, Vergewaltigung, Sex, Afghanistan, Brandenburg, Deutschland