08:18 10 Dezember 2018
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    Pamela Anderson (Archiv)

    Gelbweste statt Baywatch-Bikini: Pamela Andersons Kritik an „französischen Eliten“

    © AP Photo / Omar Vega/Invision
    Gesellschaft
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    Marcel Joppa
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    Berühmt wurde Pamela Anderson als Blondine in der US-Serie „Baywatch“, später machte sie vor allem in der Boulevard-Presse durch ihr ausschweifendes Privatleben Schlagzeilen. Dass die einstige Playboy-Schönheit auch eine politische Seite hat, beweist sie aktuell auf Twitter. Dort übt sie heftige Kritik an den „französischen und globalen Eliten“.

    Das Klischee „blond gleich blöd“ widerlegt der einstige „Baywatch“-Star Pamela Anderson aktuell auf beeindruckende Art und Weise. Auf Twitter äußerte sich die 51-Jährige mit einer persönlichen Einschätzung über die Protestwelle der französischen „Gelbwesten“-Bewegung. In einer ganzen Reihe von Twitter-Botschaften verkündete Anderson beispielsweise:

    „Ich verachte Gewalt (…), aber was ist die Gewalt all dieser Menschen, was sind die verbrannten Luxusautos, verglichen mit der strukturellen Gewalt der französischen und globalen Eliten? Anstatt sich von den Bildern der Brände hypnotisieren zu lassen, müssen wir fragen, wo das alles herkommt.“

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    Diese Aussage hätte auch von einem langjährigen Politiker oder linken Demonstranten stammen können. In einer ganzen Reihe von Twitter-Botschaften macht hier jedoch Pamela Anderson ihrem Unmut Luft.

    Schuld an den unzumutbaren Zuständen ist laut der Schauspielerin die wachsende Schere zwischen Arm und Reich:

    „Es kommt von der wachsenden Kluft zwischen der städtischen Elite und den ländlichen Armen, zwischen der von Macron repräsentierten Politik und den 99 Prozent, welche unter der Ungleichheit leiden – nicht nur in Frankreich, sondern überall auf der Welt.“

    Anderson ruft die Demonstranten in Frankreich dazu auf, ihre Energie nicht für Gewalt, sondern für die Schaffung einer „gerechten und egalitären Gesellschaft“ einzusetzen.

    Die Lösung ist laut Anderson weder Macron oder der französische Innenminister Salvini, sondern ein europaweites und grenzübergreifendes Erwachen, das die soziale Krise angehen müsse:

    „Was in Frankreich in diesen Tagen passiert, ist ein europäisches Problem, genauso wie die Einwanderungsmaßnahmen und die Entwicklung zu einer neuen Form des Faschismus in Italien ein europäisches Problem sind.“

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    Dabei verurteilt das ehemalige Model rigoros die täglichen Attacken auf Flüchtlinge und Migranten. Die aktuellen Entwicklungen erinnern Anderson laut eigenen Aussagen an die politische Stimmung im Europa der 30er Jahre.

    In der legendären Serie „Baywatch“ hatte Pamela Anderson früher an der Seite von David Hasselhoff einen Strand bewacht. Zuletzt machte die gebürtige Kanadierin in ihrer Wahlheimat Frankreich vor allem mit Aktionen zum Tierschutz von sich reden. Sie ist mit dem französischen Fußballnationalspieler Adil Rami liiert und lebt in Marseille.

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    Tags:
    Luxus, Proteste, Gewalt, Twitter, Pamela Anderson, Emmanuel Macron, Frankreich