08:50 27 Oktober 2020
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    Die Berliner Anwältin und Gründerin einer liberalen Moschee in Berlin, Seyran Ates, hat die Einführung einer „Mosche-Steuer“ für Muslime ähnlich der Kirchensteuer vorgeschlagen. Das schreibt die „Welt“ am Mittwoch.

    Ates zufolge sollen die deutschen Muslime so finanziell besser auf eigenen Beinen stehen können.

    „Alles, was die Gemeinden brauchen, kann in Zukunft von den Mitgliedern selbst aufgebracht werden“, sagte Ates der „Welt“.

    Ates gilt als Initiatorin der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee im Berliner Stadtteil Moabit. Zudem sei sie Anhängerin eines liberalen Islams und einer geschlechtergerechten Auslegung des Korans, heißt es.

    Bisher habe es die Unabhängigkeit bei einem Großteil der Gemeinden nicht gegeben. Viele muslimische Verbände und Gemeinden in Deutschland würden aus den arabischen Golfmonarchien oder aus der Türkei finanziert.

    Deswegen werde den Gemeinden immer häufiger vorgeworfen, politisch fragwürdige Werte zu vermitteln und die Entstehung von Parallelgesellschaften zu befördern, heißt es.

    Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete und Unions-Fraktionsvize Thorsten Frei hat sich für eine „Moschee-Steuer“ ausgesprochen.

    „Unser Ziel muss es sein, dass sich der Islam in Deutschland von der Einflussnahme ausländischer Staaten emanzipiert und eine stärkere Inlandsorientierung gewinnt“, sagte Frei dem Blatt.

    Als einen wichtigen Schritt dazu soll Frei die "Moschee-Steuer" genannt haben.

     

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    Muslime, Ibn-Rushd-Goethe-Moschee, CDU, Welt am Sonntag, Thorsten Frei, Seyran Ates, Deutschland