13:33 25 März 2019
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    Gedenkenort in Chemnitz (Archiv)

    Nach tödlicher Messerattacke in Chemnitz: Anklage gegen Tatverdächtigen

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    Die Staatsanwaltschaft hat mehr als vier Monate nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes in Chemnitz gegen einen der Tatverdächtigen Anklage erhoben. Nach Angaben der Behörde wird dem in Untersuchungshaft befindlichen Syrer unter anderem gemeinschaftlicher Totschlag vorgeworfen.

    Zusätzlich wirft die Anklage dem Mann gemeinschaftlichen versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung vor. Laut Staatsanwalt soll der Asylbewerber am 26. August gemeinsam mit einem auf der Flucht befindlichen Iraker einen 35 Jahre alten Deutschen durch Messerstiche getötet haben.

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    Zudem sollen die beiden einem weiteren Mann eine schwere Stichverletzung im Rücken zugefügt haben. Das Verfahren gegen den Iraker wird den Angaben zufolge abgetrennt.

    Nach der Gewalttat war es in Chemnitz zu fremdenfeindlichen Übergriffen, rechten Demonstrationen und Attacken auf ausländische Restaurants gekommen. Der Fall hatte europaweit für Schlagzeilen gesorgt.

    Ob auch ein dritter Tatverdächtiger angeklagt wird, werde in absehbarer Zeit entschieden, teilte die Staatsanwaltschaft laut dpa mit. Dieser Mann, ebenfalls Syrer, war Mitte September aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

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    Tags:
    Asylbewerber, Mord, Anklage, Tatverdächtigte, Chemnitz, Deutschland