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16:35 19 September 2019
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    Sexuelle Belästigung bei den Vereinten Nationen – Studie

    © AP Photo / Julie Jacobson
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    Eine Befragung unter UN-Mitarbeitern belegt: Jeder dritte Beschäftigte hat in jüngster Zeit sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erlebt. Jede vierte Belästigung ging dabei von Vorgesetzten aus.

    Schon früher hat es Vorwürfe der sexuellen Belästigung bei den Vereinten Nationen gegeben und die UN wollte mit Hilfsmaßnahmen gegensteuern. So sollte beispielsweise eine Beschwerde-Hotline eingerichtet werden. Dennoch zeigen jüngste Erhebungen: Sexuelle Belästigung ist immer noch ein Problem.

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    Wie die Deutsche Presseagentur meldet, haben im November 2018 30.364 Mitarbeiter an der von der Unternehmensberatung Deloitte im Auftrag der Vereinten Nationen durchgeführten Befragung teilgenommen.

    Der Studie zufolge hat jeder dritte Respondent sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erlebt, in der einen oder anderen Form. Angefangen bei anzüglichen Geschichten und Witzen, von denen sich jeder fünfte Beschäftigte belästigt fühlte. Über unangemessene Berührungen klagten zehn Prozent der Befragten. In mehr als 50 Prozent der Fälle geschah die Belästigung direkt am Arbeitsplatz, in vielen anderen Fällen bei Veranstaltungen im Rahmen ihres Einsatzes. In den meisten Fällen gingen die Zudringlichkeiten von Männern aus (zwei Drittel der Fälle), jeder vierte davon war ein Vorgesetzter.

    Die Ergebnisse der Studie müssen insofern relativiert werden, als dass nur 17 Prozent der angefragten Mitarbeiter an der Befragung teilgenommen haben. UN-Generalsekretär António Guterres führt die niedrige Teilnehmerquote auf Misstrauen bei den Mitarbeitern zurück, bei denen die UN den „Eindruck von Untätigkeit und einen Mangel an Verantwortung“ erweckt.

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    Tags:
    Mitarbeiter, Rechte, Arbeitsplätze, Frauen, UN