02:13 16 November 2019
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    Kiew, Ukraine (Archivbild)

    Ukrainischer Ex-Minister: Dieser „Mythos“ zerrüttet das Land

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    Gesellschaft
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    Ein „riesiger Mythos der Ukraine“, der der Wirtschaft schadet, sind laut dem ehemaligen Minister für Wohnungswesen Alexej Kutscherenko die staatlichen Subventionen für die Bezahlung von Strom, Wasser und Gas. Diese Meinung brachte er gegenüber dem TV-Sender NewsOne zum Ausdruck.

    „Rosenko (der Vize-Premierminister des Landes – Anm. d. Red.) erzählt uns bereits seit vier Jahren, dass Subventionen ein aus heiterem Himmel gekommenes Geschenk seien und dass man nichts tun müsse, außer sich eine Subvention zu holen“, so Kutscherenko gegenüber NewsOne.

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    Er erklärte, dass Subventionen nicht aus der Luft gegriffen, sondern aus dem Etat genommen würden, in den die ukrainischen Bürger Steuern einzahlen.

    Laut ihm nutzt die gegenwärtige ukrainische Regierung Subventionen als Deckung, um mithilfe der Steuergelder ihre Machenschaften zu vertuschen.

    Kutscherenko beklagte außerdem, dass „in keinem anderem Land der Welt 60 Prozent der Bevölkerung Subventionen braucht, um die kommunalen Dienstleistungen zu bezahlen“.

    Seit dem Staatsstreich im Jahr 2014 befindet sich die Wirtschaft der Ukraine im Verfall. Kiew versucht, Reformen durchzuführen und erhält dafür Kredite von dem Internationalen Währungsfonds. Dadurch steigen die Energiekosten im Land, während Löhne und Sozialleistungen niedrig bleiben.

    Nach offiziellen Angaben belief sich die Verschuldung der Ukrainer für Gas auf 26,4 Milliarden Griwna (etwa 843 Millionen Euro), für Heizung und Warmwasser auf 16,7 Milliarden (rund 533 Millionen Euro) und für Strom auf 4,8 Milliarden Griwna (etwa 153 Millionen Euro).

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    Tags:
    Maidan, Energie, Versorgung, Alexej Kutscherenko, Pawel Rosenko, Ukraine