09:09 17 November 2019
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    US-Kapitol in Washington

    Umfrage: Die meisten US-Bürger sind gegen Washingtons INF-Ausstieg

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    Laut einer Umfrage der University of Maryland befürworten nur 30 Prozent der Amerikaner die Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump, aus dem INF-Vertrag auszusteigen. Dies berichtet The Daily Beast.

    Zwei Drittel der Befragten würden dem Ausstieg eine diplomatische Regelung des Streits über die Einhaltung des Vertrags bevorzugen. So bewerten 55 Prozenten der befragten Anhänger der Republikanischen Partei die Entscheidung von Donald Trump negativ, wovon 51 Prozent bei den Wahlen 2016 für ihn gestimmt hatten.

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    Unter den demokratisch gesinnten Befragten äußerten sich 77 Prozent gegen den INF-Ausstieg.

    „Die Besorgnis über Russlands Vertragsbruch war zwar beträchtlich, aber nicht stark genug, um die Unterstützung für die Bemühungen zur Kontrolle der Atomwaffen außer Kraft zu setzen“, so Steven Kull, einer der Organisatoren der Umfrage.

    Die Befragten wurden im Voraus über die Geschichte des INF-Vertrags sowie über die möglichen Argumente für und gegen den Ausstieg informiert.

    „Die Amerikaner, ob Republikaner oder Demokraten, unterstützen nachprüfbare Atomabrüstungsvereinbarungen, die die Bedrohungen für die USA und unsere Verbündeten reduzieren, wie dies beim INF-Vertrag der Fall ist“, zitiert „The Daily Beast“ Daryl Kimball der Arms Control Association (dt. Waffenkontrolleverein).

    Washington hat die Einhaltung der im INF-Vertrag festgeschriebenen Verpflichtungen ab 2. Februar ausgesetzt und als Grund dafür angegeben, dass Russland systematisch die Vertragsbedingungen verletzte.

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    Der russische Präsident, Wladimir Putin, hatte am Samstag angekündigt, dass Russland seine Teilnahme am INF-Vertrag aussetze – als Antwort auf das ähnliche Vorgehen der USA. Putin erinnerte ferner an die Mitteilung Washingtons über laufende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten. „Wir werden das Gleiche tun“, sagte er.

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    Tags:
    Atomwaffen, Abrüstung, Umfrage, Ausstieg, INF, INF-Vertrag, Russland, USA