02:24 24 April 2019
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    Genitalverstümmelung (Archiv)

    Österreich: 8000 Opfer von Genitalverstümmelungen

    © AFP 2019 / SAFIN HAMED
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    Beschneidung bei Frauen und Mädchen ist eine grausame Körperverletzung, die neben afrikanischen Staaten auch Österreich betrifft. Angesichts der hohen Opferzahl setzen sich die österreichische Außenministerin Karin Kneissl und die Staatssekretärin Karoline Edtstadler für die Einführung eines eigenen Straftatbestands bei Genitalverstümmelung ein.

    Beschneidung bei Frauen und Mädchen war lange Zeit ein tabuisiertes Thema in der europäischen Medienlandschaft. Dabei geschieht das anscheinend auch in der EU. In Österreich soll es geschätzt mehr als 8000 Opfer von Genitalverstümmelungen geben, und die Politik will nun dagegen vorgehen, meldet das Portal der Kronen Zeitung.

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    Die Außenministerin Österreichs, Karin Kneissl, und Staatssekretärin Karoline Edtstadler setzen sich für eine rechtliche Grundlage ein, um gegen die grausame Körperverstümmelung effektiver zu verfahren.

    „Weltweit sind rund 200 Millionen Frauen und Mädchen von dieser archaischen Gewalt betroffen“, erklärt Kneissl. Ihr zufolge könnte die verstärkte Zuwanderung der vergangenen Jahre ein Grund für diese hohe Opferzahl sein.

    Neben der rechtlichen Grundlage gilt auch das von dem Ministerium kofinanzierte Projekt FEM Süd als wichtige Maßnahme zur Prävention dieses gesundheitstechnisch gefährlichen Rituals. Auch soll künftig Aufklärungsarbeit für Asylwerber und Asylberechtigte zu den geltenden Gesetzen, die sexuelle Übergriffe, Gewalt, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung von Frauen betreffen, geleistet werden, so die Meldung.

    Es geht unter anderem darum, Opfern und Betroffenen eine Stimme zu geben und das Thema der Genitalverstümmelung innerhalb der Gesellschaft zu enttabuisieren, denn das ist wohl eine der größten Hürden, die es bei dieser Problematik zu bewältigen gibt.

    Mit ihrem Bestseller „Wüstenblume“ hatte das österreichische Model mit somalischen Wurzeln, Waris Dirie, bereits 1998 versucht, auf die Problematik der Beschneidung bei Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen. 2008 wurde „Wüstenblume“, in der Hauptrolle mit dem afrikanischen Supermodel Liya Kebede, verfilmt und hatte ebenfalls für großes Aufsehen gesorgt.

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    Tags:
    Tabubruch, Beschneidung, Tabu, Model, Ritual, Übergriffe, Mädchen, Gleichberechtigung, Gewalt, Frauen, Zuwanderung, Aussenministerium Österreichs, Karin Kneissl, Afrika, Somalia, Österreich