19:38 19 Februar 2019
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    Ursula von Der Leyen bei der Sitzung der Bundesregierung in Berlin

    Berateraffäre um von der Leyen: Manager kassierte doppelt

    © REUTERS / Fabrizio Bensch
    Gesellschaft
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    Die Berateraffäre um Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen bekommt immer brisantere Details. Laut Medienberichten hat ein Manager dieselbe Leistung gleich zweimal abgerechnet und kassierte so 25.000 Euro zu viel.

    Wie die „Bild am Sonntag“ berichtet, soll ein Manager des Unternehmens Beratungsstunden für IT-Projekte im Jahr 2017 doppelt abgerechnet haben, als er einen Auftrag vom Bundesverteidigungsministerium ausgeführt hatte. So soll er 25.000 Euro zu viel erhalten haben.

    Aufgefallen sei dies zunächst nicht, weil mehrere Behörden an den zugehörigen Rahmenverträgen beteiligt gewesen seien.

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    Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums wollte die neuen Vorwürfe nur indirekt bestätigen. Bei einer internen Prüfung hätten sich „Auffälligkeiten bei der Abrechnung von Projekten“ ergeben, so der Sprecher.

    Weitere Details wollte er allerdings nicht nennen.

    Das beschuldigte Unternehmen hat die Vorwürfe noch nicht kommentiert.

    Der Einsatz von externen Fachleuten unter Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen soll von einem Untersuchungsausschuss des Bundestages untersucht werden.

    Die Vorwürfe sind schwerwiegend: Verstöße gegen das Vergaberecht, Verschwendung von Steuereinnahmen und mögliche Vetternwirtschaft. Des Weiteren sollen Generäle und Beamte befreundeten Beratern millionenschwere Verträge zugeschoben haben.

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    Die Vergaberechtsverstöße sind bereits in Rechnungshofberichten aufgedeckt worden.

    Der Ausschuss will nun auch klären, inwiefern Ministerin von der Leyen beteiligt gewesen sein könnte und ob sie die Kontrolle über ihr Ressort verloren hat.

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    Tags:
    Korruption, Affäre, Berater, Bundesverteidigungsministerium, Ursula von der Leyen