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00:56 20 Juli 2019
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    Straßenbahn in Berlin (Symbolbild)

    Warnstreiks in Berlin: Hunderttausende sitzen fest

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    Gesellschaft
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    In der deutschen Hauptstadt stehen Straßenbahnen, Busse und U-Bahnen still. Die Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sind am Freitagmorgen in einen Warnstreik getreten.

    Die Gewerkschaft Verdi hatte die 14.000 Beschäftigten der BVG und ihres Tochterunternehmens Berlin Transport aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Der Warnstreik soll um 12 Uhr enden. Danach wird der Verkehr aber einige Stunden unregelmäßig laufen, wie das Unternehmen erwartet. Wegen des Warnstreiks sitzen nun hunderttausende Berliner fest, wie lokale Medien mitteilen.

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    „Unsere Fahrgäste müssen sich nach der Ankündigung leider von Betriebsbeginn am frühen Freitagmorgen bis ca. 12 Uhr auf erhebliche Einschränkungen im Nahverkehr einstellen. Alle U- und Straßenbahnen sowie die meisten Busse stehen still und der Verkehr wird voraussichtlich auch nach Beendigung des Warnstreiks noch einige Stunden unregelmäßig sein”, heißt es auf der offiziellen BVG-Seite.

    Nicht betroffen sind einige Busse, die S-Bahn Berlin sowie der Regionalverkehr. Die S-Bahn Berlin setzt auf den Linien S1 und S5 zusätzliche Züge ein. Die Streikenden fordern unter anderem kürzere Arbeitszeiten.

    Laut der Zeit lenht die BVG-Chefin Sigrid Nikutta eine Reduzierung der Arbeitszeit weiterhin ab. Die Berliner Verkehrsbetriebe bräuchten, wenn sie die Arbeitszeit verkürzten, 500 Fahrerinnen und Fahrer mehr, hieß es.

    „Das wäre jetzt für den Moment nicht die richtige Lösung, wenn wir ohnehin in diesem Jahr schon 1.100 einstellen wollen”, zitiert die Zeit Nikutta.

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    „Wir halten Streik in einer Demokratie für ein legitimes Mittel in Tarifauseinandersetzungen. Wir bedauern es aber sehr, dass Verdi schon nach der ersten Verhandlungsrunde zu diesem massiven Mittel greift. Vor allem bedauern wir, dass die Tarifverhandlungen damit nun auf dem Rücken unserer Fahrgäste ausgetragen werden”, schreibt die BVG auf ihrer Seite am Freitag.

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    Tags:
    Warnstreik, Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, BVG, Berlin, Deutschland