22:25 19 April 2019
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    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

    CDU-Minister für Verbot von Homosexuellen-Therapien

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    Gesellschaft
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    Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn plant die sogenannten Konversionstherapien gegen Homosexualität zu verbieten. Der entsprechende Vorschlag für eine Verbotsregelung soll gemeinsam mit dem Bundesjustizministerium bis zum Sommer erarbeitet werden.

    „Homosexualität ist keine Krankheit, und deswegen ist sie auch nicht therapiebedürftig“, teilte Spahn in einem taz-Interview mit.

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    Bei den sogenannten Konversionstherapien handelt es sich um Therapien gegen Homosexualität, die Schwule und Lesben heterosexuell machen sollen.
    „Ich halte nichts von diesen Therapien, schon wegen meines eigenen Schwulseins. Ich sage immer: Der liebe Gott wird sich was dabei gedacht haben“, so der Christdemokrat.

    Der Minister will zuerst die Erfahrung anderer Länder bei dieser Problematik untersuchen und danach erst den Vorschlag zu einer genauen rechtlichen Regelung für Deutschland ausarbeiten.

    Geldbußen wegen einer Ordnungswidrigkeit als Strafe für Anbieter solcher Therapien bezeichnet er als „nicht übermäßig abschreckend“. Straftechnisch effektiver sei hingegen der Umstand beim Sozialrecht, bei dem es keine Vergütung für Angebote dieser Art geben dürfte. Für das Strafrecht hingegen sei „noch fraglich, welches Strafmaß angemessen ist“.

    Bei einem Verbotsvorhaben ist Spahn auf die Unterstützung seiner Fraktion angewiesen „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in der Unionsfraktion im Bundestag einen Anhänger von Konversionstherapien gibt“, so der CDU-Politiker.

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    Tags:
    Heterosexuelle, Strafmaßnahmen, strafrechtliche Haftung, Lesben, Schwule, Politiker, Christdemokraten, Gesetze, Verbot, Therapie, Homosexuelle, Homosexualität, Bundestag, CDU/CSU, CDU, Gesundheitsministerium, Jens Spahn, EU, Deutschland