Widgets Magazine
01:05 20 Juli 2019
SNA Radio
    Polizisten im englischen Amesbury

    „Was verstecken sie?“: Eltern von Amesbury-Giftopfer suchen nach der Wahrheit

    © Sputnik / Justin Griffiths-Williams
    Gesellschaft
    Zum Kurzlink
    351514

    Die Eltern der im letzten Sommer in Amesbury angeblich mit Nervengift getöteten Dawn Sturgess haben gegenüber der Zeitung „The Guardian“ offenbart, dass sie sich von der britischen Regierung ungerecht behandelt fühlen.

    Stan und Caroline Sturgess erklärten im Gespräch mit dem Blatt, sie hätten noch viele unbeantwortete Fragen bezüglich des Todes ihrer Tochter, die vermeintlich mit demselben Gas wie Ex-GRU-Oberst Sergej Skripal und seine Tochter Julia ein paar Monate zuvor vergiftet wurde.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: „Auch ihn ließ Putin umlegen“: Der vergiftete Porno-König von Salisbury<<<

    Sie sprachen außerdem darüber, dass Dawn, eine aus einer respektablen Familie stammende Mutter von drei Kindern, in den Medien zu Unrecht als eine obdachlose Drogensüchtige dargestellt worden sei.

    „Ich möchte Gerechtigkeit von unserer Regierung. Was verstecken sie? Ich glaube nicht, dass sie uns alle Fakten dargelegt haben. Wenn überhaupt, dann beschuldige ich die Regierung, Skripal in Salisbury untergebracht zu haben“, zitiert die Zeitung den Vater des Opfers, Stan.

    Damit kritisierte er die Entscheidung der britischen Behörden, Salisbury als Beherbergungsort für Sergej Skripal gewählt und damit die lokalen Bewohner einem Risiko ausgesetzt zu haben.

    Die 44-jährige Britin Dawn Sturgess und ihr 45-jähriger Partner Charlie Rowley waren am 30. Juni in der britischen Stadt Amesbury mit starken Vergiftungserscheinungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Scotland Yard erklärte kurz darauf, das Paar sei mit „Nowitschok“ kontaminiert worden – demselben Gift, das angeblich bei dem Anschlag auf den ehemaligen russischen GRU-Agenten Sergej Skripal und dessen Tochter Julia eingesetzt wurde.

    Dawn Sturgess war am 8. Juli an den Folgen der Vergiftung gestorben. Charlie Rowley wurde am 20. Juli aus dem Krankenhaus entlassen. Die Frau wurde am 30. Juli eingeäschert, was zum Verdacht führte, dass die britischen Behörden dadurch mit dem Fall Skripal verbundene Beweise vernichteten.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Britische Zeitung veröffentlicht Angaben zu angeblichem dritten Skripal-Giftmischer<<<

    Der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März angeblich mit Nervengas vergiftet worden, was einen großen internationalen Skandal auslöste. London machte Russland für die Vergiftung der Skripals mit A234 verantwortlich. Moskau wies die Anschuldigung als völlig haltlos und unbegründet entschieden zurück.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Wegen Skripal-Fall: EU verhängt Sanktionen gegen GRU-Chef
    Wie geht es den Skripals? The Telegraph packt aus
    Salisbury will sich vom Skripal-Namen reinwaschen
    Tags:
    Gerechtigkeit, "Nowitschok", Vergiftung, Guardian, Dawn Sturgess, Julia Skripal, Sergej Skripal, Amesbury, Salisbury, Großbritannien