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20:05 12 November 2019
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    Demonstration vor US-Botschaft in Berlin

    Hände weg von Venezuela! – Erneut Demonstration vor US-Botschaft in Berlin

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    Gesellschaft
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    Mehrere hundert Menschen haben am Sonnabend in Sichtweite der Botschaft der USA auf dem Pariser Platz in Berlin demonstriert. Sie wenden sich gegen die ihrer Meinung nach Einmischung sowohl der USA als auch anderer westlicher Staaten, darunter Deutschland, in die inneren Angelegenheiten Venezuelas. Ein Putsch wird vermutet.

    Schätzungsweise 200 bis 250 Menschen versammelten sich am frühen Sonnabendnachmittag auf dem Pariser Platz, unweit der dort befindlichen Botschaften der USA und Frankreichs. Es waren neben der venezolanischen, der kubanischen und der russischen Staatsflagge auch die Fahnen von DKP und der Partei Die Linke zu sehen sowie die Fahne der ehemaligen Sowjetunion und Banner mit Bildnissen des kubanischen Revolutionshelden Che Guevara. Zur Kundgebung aufgerufen hatte das Berliner Bündnis „Hände weg von Venezuela“.

    • Demonstration vor US-Botschaft in Berlin
      Demonstration vor US-Botschaft in Berlin
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    Demonstration vor US-Botschaft in Berlin

    Die Aufschriften auf den mitgeführten Transparenten wandten sich vor allem an die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika, der auch von mehreren Rednern ein Putschversuch in Venezuela unterstellt wurde. Mehrfach wurde in diesem Zusammenhang an die lange Tradition von Staatstreichen in Lateinamerika erinnert, die mit Hilfe des US-Auslandsgeheimdienstes CIA organisiert und durchgeführt wurden. Redner schilderten anhand von Ähnlichkeiten der Abläufe der Putsche in Paraguay und Chile ihren Verdacht, in Venezuela finde derzeit ein ebensolcher Staatsstreich statt. Genauso erinnerten Redner an die lange Tradition, mit der US-amerikanische Regierungen über ihre Beteiligung an Putschen in aller Welt gelogen haben.

    Es wurde die Frage gestellt, warum die Welt ausgerechnet jetzt den Beteuerungen der USA Glauben schenken soll, sich lediglich für die Demokratie einzusetzen, nachdem sie sich nachgewiesenermaßen bereits an einem früheren Putschversuch gegen den ehemaligen venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez beteiligt habe. Auch die Selbsternennung des venezolanischen Parlamentspräsidenten Juan Guaido zum Gegenpräsidenten und die umgehende Anerkennung dieses Aktes durch die wichtigsten westlichen Staaten wurden von Rednern als Teil von Umsturzplänen gedeutet.

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    Kritik an der Regierungspraxis des legitim gewählten Staatspräsidenten Nicolas Maduro, Kritik an Korruption in Venezuela und der schlechten Versorgungslage der Bevölkerung und eine etwaige Mitverantwortung der Regierung Maduro war auf der Kundgebung nicht zu vernehmen. Diese Kritik kam von zwei jungen Paaren, die am Rande der Kundgebung in verbale Auseinandersetzungen mit Kundgebungsteilnehmern gerieten und mehrfach von der Polizei über das Versammlungsrecht in Deutschland  belehrt und gebeten wurden, ihren Protest in gebührendem Abstand von der Kundgebung kundzutun.

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    Tags:
    Unzufriedenheit, Demonstration, Proteste, Münchner Sicherheitskonferenz, US-Botschaft, CIA, Nicolas Maduro, Venezuela, Berlin, Deutschland, USA