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05:03 14 Oktober 2019
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    Leo Trotzki

    Achtung: Russische Propaganda! Journalist warnt vor Serie über Trotzki bei Netflix

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    Russische Propaganda ist allgegenwärtig! Zumindest scheinen davon einige westliche Journalisten überzeugt zu sein. Ein besorgter Reporter ruft in der „Washington Post“ auf, die russische Serie über Leo Trotzki, aktuell bei Netflix, mit Vorsicht zu genießen.

    Die gleichnamige Serie über den russischen Revolutionär enthalte laut dem Autor Luke Johnson wohl zu viel Gewalt, vulgären Sex, Special Effects und Action. Er glaubt, die wahre Bedeutung erkenne man erst beim genaueren Hinschauen.

    Bei der Serie handele es sich nämlich um „Bemühungen der […] staatlich kontrollierten Medien“ Russlands, seine Propaganda in den Westen zu exportieren, warnt der Autor. „Trotzki“ sei nichts anderes als ein Instrument der „sanften Gewalt“ des Kremls.

    Damit hat die russische Serie aus Sicht des US-Journalisten eine geheime Agenda. Ein Hinweis sei einer der Produzenten der Serie – Konstantin Ernst, Chef des Ersten Kanals („Perwy kanal“, Russlands wichtigster TV-Sender), der „regelmäßig schmeichelhaft über Putin“ berichte.

     „Trotzki“ sei ein Versuch,  „Russlands Opposition“ mit seiner „Infragestellung existierender Regimes“ zuvorzukommen und gleichzeitig die Kritik am „dekadenten Westen“ zu erneuern.

    Der russische Revolutionär und maßgebliche Organisator der Oktoberrevolution 1917 fiel unter Stalin in Ungnade und wurde 1940 im Exil in Mexiko von einem sowjetischen Agenten ermordet. Jetzt benutze die Serie ihn mit seiner Darstellung als ein „perfektes Instrument“, um seine Botschaft zu übermitteln: Revolutionäre mögen vielleicht interessant sein, können aber alles zerstören.

    Netflix hatte im Dezember 2018 die Rechte für die Serie „Trotzki“ gekauft, die 2017 anlässlich des 100. Jahrestag der Oktoberrevolution im russischen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Der Autor meint, das Unternehmen sollte sich angesichts der versteckten Botschaften gut überlegen, ob es mit „russischen Propaganda-Kanälen“ im Geschäft sein wolle.

    Zuletzt war die erfolgreiche russische Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ im Westen zum Instrument der russischen Propaganda erklärt worden: Mehrere „Experten“ äußerten die Meinung, dass die Sendung eine Propagandawaffe des Kremls sei.

     

     

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    Tags:
    Propaganda, "russische Propaganda", Netflix, Leo Trotzki, Russland, USA