23:14 21 November 2019
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    Ausbildung beim Ford-Werk in Köln (Archivbild)

    Leichterer Zugang zum Arbeitsmarkt: Bayern lockert Beschränkungen für Flüchtlinge

    © REUTERS / Wolfgang Rattay
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    Der Freistaat Bayern hat Bedingungen für die Regelung für den Zugang von Flüchtlingen zum Arbeitsmarkt im Rahmen der Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag der bayerischen Regierung angepasst, meldet das Handelsblatt am Montag.

    Die bayerische Staatsregierung hat die Zugangsbeschränkungen für Flüchtlinge in Bayern gelockert, heißt es in der Meldung.

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    Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann können die Ausländerbehörden jetzt besondere Integrationsleistungen berücksichtigen, wenn es darum geht, die Erlaubnis für eine Berufsausbildung zu erteilen.

    Vorteile daraus sollen unter anderem die Flüchtlinge ziehen können, die überdurchschnittliche schulische Leistungen vorweisen. „Auch wer ein besonderes bürgerschaftliches Engagement an den Tag gelegt hat, soll profitieren“, so Herrmann.

    Mit der Lockerung der Zugangsbeschränkungen zum Arbeitsmarkt hat die bayerische Koalitionsregierung auch auf Kritik aus den Reihen der Wirtschaft reagiert. Etliche Unternehmen hatten in den vergangenen Jahren die hohen Hürden für Flüchtlinge auf dem Weg in eine Ausbildung kritisiert.

    Die Kritik der Unternehmen scheint indessen berechtigt zu sein, da die Zahlen aus dem Jahr 2017 im Bereich der Ausbildung in Deutschland einen Negativ-Rekord offenbaren. Diesbezüglich ist im vergangenen Jahr berichtet worden, dass einer Ausbildungsumfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer zufolge 2017 etwa 34 Prozent der deutschen Unternehmen ihre Lehrstellen nicht besetzen konnten. 17.000 Betriebe gaben an, keine einzige Bewerbung auf die ausgeschriebenen Ausbildungsplätze erhalten zu haben. 

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    Tags:
    umfrage, Industrie, Unternehmen, Beschränkungen, Zugang, Leistungen, Integration, Ausländer, Regelung, Arbeitsmarkt, Ausbildung, Migranten, Flüchtlinge, Innenministerium, Joachim Herrmann, Bayern, Deutschland