22:38 19 April 2019
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    Karnevalumzug in Wasungen (Archivbild)

    Fasching in Hamburg: Kita verbietet Indianer- und Scheichkostüme

    © AP Photo / Jens Meyer
    Gesellschaft
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    Eine Hamburger Kita hat die Eltern vor dem Faschingsfest gebeten, den Kinder keine Kostüme anzuziehen, die für andere verletzend sein könnten. Dies berichtet die Zeitung „Hamburger Morgenpost“ unter Berufung auf ein entsprechendes Schreiben.

    „Wir achten im Kitaalltag sehr auf eine kultursensible, diskriminierungsfreie und vorurteilsbewusste Erziehung“, heißt es in dem Brief. Dies solle sich auch am Faschingsfest nicht ändern. Die Eltern werden in diesem Zusammengang gebeten, darauf zu achten, „dass durch Karnevalskostüme keine Stereotype bedient werden“. Dazu zähle unter anderem auch die Verkleidung als Indianer oder Scheichs.

    Zur ausführlichen Begründung verweist die Kita auf einen Fachbeitrag im Magazin „Kids aktuell“, wonach es Indianer als solche nicht gegeben habe.

    „Der Begriff (Indianer – Anm. d. Red.) wurde im Zuge der Kolonialisierung Nord- und Südamerikas der damaligen Bevölkerung aufgezwungen und steht somit in Zusammenhang mit der brutalen Vernichtung großer Teile dieser Personengruppe“, heißt es im Artikel.

    Federschmuck und Gesichtsbemalung seinen somit „respektlos“. Darüber hinaus werden beispielweise auch als Prinzessin verkleidete Mädchen kritisiert. Man bevorzuge Mädchen als Piratinnen und Jungs als Meerjungmänner.

    Die Entscheidung der Kita ist im Netz von vielen Menschen kritisch kommentiert worden:

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    Tags:
    Fasching, Kita, Kostüme, Kinder, Hamburg, Deutschland