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00:49 20 Juli 2019
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    Konflikt in der Schule (Symbolbild)

    Jahrelanges sexualisiertes Mobbing an ostdeutscher Schule – Medien

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    Gesellschaft
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    Vier Jahre lang gab es an einer Schule in Crivitz (Mecklenburg-Vorpommern) offenbar körperliche Übergriffe von Sechstklässlern auf Fünftklässler. Laut einem Medienbericht wurden im Folgejahr viele Opfer ebenfalls zu Tätern.

    Es geht um ein „sexualisiertes Mobbing-Ritual“, an dem etwa 30 Kinder an der Schule in Crivitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) beteiligt gewesen sollen. Laut der „Ostseezeitung“ praktizierten Schüler über einen Zeitraum von vier Jahren ein Ritual, das sie „Stängeln“ nannten. Dabei ergriffen vier bis fünf Jungen der sechsten Klasse jeweils einen Fünftklässler, hoben ihn hoch und rieben den Schritt des Kindes an einem Baumstamm. Die Schulleitung erstattete dem Bericht zufolge bereits im vergangenen Oktober Anzeige bei der Polizei.

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    Schüler sind nicht strafmündig

    Die Mehrzahl der Opfer soll im folgenden Schuljahr selbst zu Tätern geworden sein, heißt es weiter. So habe sich das Ritual der Sechstklässler gegenüber Fünftklässlern fortgesetzt. Letztlich sollen Schüler der fünften bis achten Klasse betroffen sein – insgesamt 30 Kinder im Alter von zehn bis 13 Jahren, berichtet die Zeitung.

    Warum dieser Vorfall so lange unentdeckt blieb, ist unklar. Laut Polizei wurde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Aufgrund des Alters der Jungen sei jedoch kein Strafverfahren eingeleitet worden.

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    Tags:
    Opfer, Schüler, Schule, Ritual, Mobbing, Ostsee-Zeitung, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland