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20:03 12 November 2019
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    Dänische Polizei (Archivbild)

    Sexvideos von Minderjährigen in Dänemark – 150 neue Verdächtige ermittelt

    © AFP 2019 / Odd Andersen
    Gesellschaft
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    Wegen des Teilens kinderpornografischen Materials sind Ermittlungen gegen fast 150 weiteren Personen in Dänemark eingeleitet worden, wie die Ploizei des Landes am Montag mitteilte.

    Demnach droht juristischer Ärger 148 neuen Verdächtigen, weil sie Material von Jugendlichen beim Sex weitergegeben haben sollen, so die Polizei des Landes.

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    Laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) dreht sich die Operation der Polizei um Aufnahmen eines 15-jährigen Mädchens und eines gleichaltrigen Jungen aus dem Jahr 2015. Die beiden Jugendlichen sind bei intimen und gewalttätigen sexuellen Handlungen zu sehen. Das Material wurde nach Polizeiangaben über den Facebook-Dienst Messenger vor allem unter jungen Leuten weiterverbreitet, hieß es.

    Zunächst hatte die Polizei rund 1000 Nutzer ermittelt, die die Aufnahmen geteilt haben sollen. Ein 20-Jähriger war in dem Fall Mitte Januar wegen der Verbreitung von Kinderpornografie und Kränkung zu einer 40-tägigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Weitere Verfahren laufen.

    Das dänische Gesetz verbietet das Teilen von pornografischen Videos und Fotos von Minderjährigen. Eine Verurteilung kann laut der Polizei bedeuten, dass man nicht mehr in einem Kindergarten arbeiten oder Fußballtrainer sein darf.

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    Zuvor war berichtet worden, dass bei den Untersuchungen zum Polizeiskandal von Lügde der Sonderermittler auf den Fall eines Polizisten gestoßen war, der wegen Kinderpornografie vorbestraft sei. Dies teilte der „Kölner Stadt-Anzeiger” am 9. März unter Berufung auf das nordrhein-westfälische Innenministerium mit. Demnach wurde der Beamte im Jahr 2011 wegen des Besitzes und Beschaffens von Kinderpornografie verurteilt. Der Mann sei bei der Polizei im Kreis Lippe weiter im Dienst, allerdings nicht in die Untersuchungen zum Missbrauchsfall in Lügde oder andere Ermittlungen eingebunden, hieß es.

    Auf einem Campingplatz in Lügde an der Landesgrenze zu Niedersachsen wurden nach bisherigen Ermittlungen seit 2008 mindestens 31 Kinder im Alter von 4 bis 13 Jahren in mehr als 1000 Fällen Opfer sexuellen Missbrauchs. Der Fall hatte sich zu einem Ermittlungsskandal ausgeweitet: Unter anderem sind 155 Datenträger, die im vergangenen Dezember bei dem 56 Jahre alten Hauptverdächtigen gefunden wurden, seit Wochen spurlos verschwunden.

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    Tags:
    Ermittlungen, Porno, Kinderpornografie, Dänemark