10:00 26 April 2019
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    Polizisten vor dem Hauptbahnhof in Köln (Archiv)

    Juristische Aufarbeitung von Kölner Silvesternacht: Drei Sexualstraftäter – Spiegel

    © AP Photo / Martin Meissner
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    Nur drei Sexualstraftäter der Kölner Silvesternacht 2015 sind verurteilt worden – und das trotz der außerordentlichen Bemühungen der Behörden. Dabei hatten mehr als 600 Frauen nach den Übergriffen in Köln Sexualdelikte angezeigt. Der „Spiegel“ hat am Montag die Bilanz der strafrechtlichen Aufarbeitung der Ereignisse gezogen.

    Zwei der drei überführten Sexualstraftäter seien mit Bewährungsstrafen davongekommen, schreibt das Magazin unter Verweis auf eine Aufstellung des Amtsgerichts Köln. Dies seien ein Iraker, der eine junge Frau gegen deren Willen geküsst und ihr Gesicht abgeleckt habe, und ein Algerier, der aus einer Gruppe heraus gedroht habe: "Give me the girls, give the girls — oder Tod".

    Eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten wegen tätlicher Beleidigung in zwei Fällen und Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz habe der Libyer Muhamed A. erhalten, der Frauen begrapscht habe.

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    Nach Angaben des Magazins wurden die Sexualstraftäter nur überführt, weil sie vor den Übergriffen Selfies von sich und ihren Opfern gemacht hatten.
    Insgesamt habe die Kölner Staatsanwaltschaft gegen 290 Personen ermittelt, 52 von ihnen wurden in insgesamt 43 Verfahren angeklagt. Bei den Angeklagten habe es sich laut Amtsgericht vor allem um Algerier (17), Marokkaner (16) und Iraker (7) gehandelt.

    In 32 Verfahren sei es zu Verurteilungen gekommen — in den meisten Fällen jedoch wegen Diebstahl, Raub und Hehlerei. Die höchste Freiheitsstrafe von einem Jahr und elf Monaten bekam ein 30-jähriger Algerier, der wegen räuberischen Diebstahls verurteilt worden sei.

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    Insgesamt hatten laut Staatsanwaltschaft 1304 Personen Strafanzeigen erstattet.

    Damit sei die Kölner Silvesternacht für die Justiz sei erledigt, schreibt das Magazin.

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    Tags:
    Sexualstraftäter, Freiheitsstrafe, Verurteilung, Anzeige, Übergriffe, Sexualdelikte, Migranten, Frauen, Silvesternacht, Spiegel Online, Köln, Deutschland