Widgets Magazine
01:20 21 August 2019
SNA Radio
    Bundestag (Archivbild)

    Serie mutmaßlich rechtsextremer Drohmails an Politiker – und Helene Fischer

    © AFP 2019 / Tobias SCHWARZ
    Gesellschaft
    Zum Kurzlink
    201261

    Seit mehreren Wochen gibt es nach Medienberichten eine bundesweite Serie mutmaßlich rechtsextremer Gewaltdrohungen gegen Politiker und andere öffentlich herausgehobene Personen.

    Wie die Deutsche Nachrichten Agentur mit Verweis auf Berichte der „Süddeutschen Zeitung“ und des NDR meldet, geht es um mehr als 100 verschickte E-Mails, die mit „Nationalsozialistische Offensive“, „NSU 2.0“ oder „Wehrmacht“ unterzeichnet worden sind.

    Auch Bombendrohungen seien darunter gewesen – diese hätten sich aber als Fakes erwiesen.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: „Deutsches Reich” grenzt an Russland auf Facebook: Zwei FPÖ-Politiker in der Kritik<<<

    So seien beispielweise wegen entsprechender Drohungen am Montag der Hauptbahnhof Lübeck sowie am Dienstag das Finanzamt Gelsenkirchen vorsorglich geräumt worden, hieß es.

    Insgesamt seien seit Dezember mindestens fünfzehn Mal Bombendrohungen mit dem Absender „Nationalsozialistische Offensive“ vor allem bei Gerichten oder Justizzentren eingegangen, unter anderem beim Oberlandesgericht München, dem Oberlandesgericht Bamberg, der Staatsanwaltschaft in Frankfurt, aber auch beim Flughafen Hamburg.

    Auch persönlich adressierte Schreiben habe es gegeben, diese seien von unterschiedlichen Mailkonten verschickt worden.

    In der Wortwahl seien sie aber so ähnlich gewesen, dass die Ermittler einen Zusammenhang vermuteten.

    Die Schreiben seien an Politiker, Anwälte, Journalisten, den Zentralrat der Juden, aber auch die Sängerin Helene Fischer gegangen. Letztere hatte sich nach den Ausschreitungen in Chemnitz kritisch darüber geäußert.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Belgische Parlamentarier über „Hitler-Renten“ an ehemalige Nazis empört<<<

    Ob dahinter jedoch stets dieselben Personen steckten oder auch Trittbrettfahrer, sei unklar.

    Teilweise beinhalteten die Schreiben Drohungen radikaler Gewalt. So habe eine Mail, die am Dienstag der Bundestagsabgeordneten Martina Renner (Linke) zugegangen sei, angekündigt, künftig Briefbomben zu verschicken und Bürger auf offener Straße zu exekutieren.

    Man verfüge über Sturmgewehre, Pistolen und biologische Kampfstoffe.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Exekution, Drohbriefe, Offensive, Nationalsozialismus, Die LINKE-Partei, NSU, Helene Fischer