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    In Nicaraguas Hauptstadt Managua ist es erneut zu Protesten gegen Präsident Daniel Ortega gekommen. Dabei forderten die Demonstranten die Freilassung aller politischen Gefangenen im Land. Polizeikräfte nahmen mehr als 100 Teilnehmer fest, wie die lokale Tageszeitung „La Prensa” mitteilte.

    Demnach sprach die zivile Opposition Alianza Cívica Nicaragua am Samstag von illegalen Festnahmen und forderte eine sofortige Freilassung der Regierungsgegner.

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    Wie viele Menschen an den Kundgebungen in der Hauptstadt Managua teilnahmen, blieb zunächst unklar. Die Polizei sprach allerdings von 107 Demonstranten, die vorübergehend festgesetzt worden seien, so die Agentur Reuters am Sonntagmorgen.

    In Nicaragua sind seit November Proteste auf den Straßen verboten.

    Erste Demonstrationen hatte es vor rund einem Jahr gegeben, nachdem die Regierung überraschend eine Kürzung der Renten bekanntgegeben hatte. Zwar rückte Ortega schon bald von dem Vorhaben ab. Das gewaltsame Vorgehen gegen Demonstranten führte aber zu einer landesweiten Protestwelle. Insgesamt kamen mehr als 320 Menschen ums Leben, 600 weitere wurden verhaftet. Die Opposition spricht von politischen Gefangenen.
    Ortega ist seit 2007 im Amt. Die nächsten Präsidentschaftswahl ist 2021. Ortega hat bis dahin Reformen angekündigt.

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    Tags:
    Festnahmen, Proteste, Demos, Daniel Ortega, Nicaragua