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    Der Aufmarsch der Veteranen der Waffen-SS in Riga am 16. März 2019

    „Schande!“: Russische Botschaft zu SS-Marsch in Lettland

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    Die russische Botschaft in Lettland hat den Aufmarsch der Veteranen der Waffen-SS, der am Samstag in der lettischen Hauptstadt Riga stattgefunden hatte, scharf kritisiert. Dies geht aus einer Mitteilung hervor, die die Botschaft auf ihrem Twitter-Account veröffentlichte.

    „Es ist eine Schande! Im Zentrum einer europäischen Hauptstadt „marschieren" wieder mit Ehrenerweisung ehemalige Legionäre der Waffen-SS und ihre Helfershelfer. Und dies im Vorfeld des 75. Jahrestages der Befreiung von Riga von deutsch-faschistischen Eroberern!", heißt es in der Mitteilung. „Das ist nicht verwunderlich, denn die Demonstration von Hackenkreuzflaggen bei der Feier des hundertsten Jahrestages von Lettland blieb unbestraft", heißt es weiter.

    Während des Zweiten Weltkrieges hatte Nazi-Deutschland in dem besetzten Lettland eine SS-Freiwilligen-Legion gegründet, die aus zwei Waffen-Grenadier-Divisionen bestanden hatte. Später wurde der Begriff „die lettische Legion" für alle lettischen Einheiten der Waffen-SS verwendet, einschließlich der Polizeibataillone.

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    Am 16. März 1944 traten die Einheiten der lettischen Legion im Gebiet Pskow in einen Kampf gegen die Rote Armee ein. Seitdem wird der 16. März als ein Gedenktag der Waffen-SS begangen. Die Veranstaltung, an der üblicherweise hunderte Menschen teilnehmen, wird weltweit von antifaschistischen Organisationen scharf verurteilt.
    Die lettische Legion war insgesamt rund 150.000 Mann stark.

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    Tags:
    SS-Aufmarsch, Aufmarsch, Botschaft, Waffen-SS, Riga, Lettland, Russland