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02:47 20 August 2019
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    Frauen gehen an dem Graffiti mit dem Wappen Serbiens in Mitrovica, Kosovo, vorbei (Archiv)

    No serbs, no problems? Selbst USA räumen ein: Serben im Kosovo entrechtet

    © AP Photo / Darko Vojinovic
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    Brankica Ristic
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    1999 haben die USA keine Bomben gespart, um die kosovarischen Albaner vor den Serben - die angeblich deren Rechte verletzten - zu schützen. 2008 sparten sie weder Geld noch Kräfte, um die Unabhängigkeit Pristinas zu organisieren. Nun gaben sie überraschend zu, dass im Kosovo mit den Rechten der serbischen Minderheit nicht alles in Ordnung ist.

    Erstaunte serbische Experten rätseln, was das bedeuten könnte.

    In einem von US-Außenminister Mike Pompeo am 13. März vorgelegten Jahresbericht über die Menschenrechte gaben die Amerikaner unerwartet zu, dass im Kosovo systematisch die Rechte der serbischen Bevölkerung verletzt werden. Sie machten auf zahlreiche Angriffe, Schaden und verbale Aggression auf nationaler Grundlage aufmerksam. Laut den von der Nachrichtenagentur TANJUG vorgelegten Angaben heiβt es im Bericht, dass in den ersten sieben Monaten 2018 mehr als 100 Vorfälle registriert wurden.

    Angesichts der Tatsache, dass das US-Außenministerium erstmals Pristina die Verletzung der Rechte der Serben in Kosovo und Metochien vorwirft, stellt sich die Frage – was ist geschehen? Hat Washington plötzlich die Realität im Kosovo gesehen? Oder bestrafen die USA einfach Pristina wegen des Ungehorsams? (die kosovarischen Behörden weigern sich, die 100-Prozent-Zölle für serbische Waren aufzuheben, weshalb Belgrad auf die Fortsetzung der Brüsseler Verhandlungen trotz der beharrlichen Empfehlungen der USA verzichtete – Anm.d.Red.).

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    Der Journalist und Publizist Zivojin Rakocevic aus dem Kosovo äußerte, dass dieser US-Bericht endlich zeige, dass die kosovarischen Albaner sich selbst nicht um die grundlegenden Menschenrechte für die kosovarischen Serben kümmerten.

    “Die Amerikaner sicherten ihnen den Status (eines teilweise anerkannten unabhängigen Staates), weil sie vor dem Chaos Angst hatten, den sie anrichten könnten. Nun wurde dieses Chaos legalisiert und ist Teil des Systems geworden”, sagte Rakocevic.

    Laut dem Experten kommen aus den kosovarischen Ortschaften, von wo die Serben einfach vertrieben wurden, seit Jahrzehnten Informationen darüber, dass es dort keine ethnischen Konflikte gibt. In seinen perfekten Berichten stellt der westliche Teil der internationalen Gemeinschaft das als Fortschritt dar, indem man sich auf folgende Logik stützt: “Keine Serben, keine Probleme”.

    Der ehemalige stellvertretende Premier des Kosovo für nationale Gemeinschaften und Rückkehr von verschleppten Personen, Dalibor Jeftic, sagte nach Pompeos Äußerungen, dass die Dinge endlich beim Namen genannt würden.

    “Der Bericht des US-Außenministeriums verwies endlich auf die wahren Probleme in diesem Bereich und bildet die Realität ab, mit der wir es tatsächlich zu tun haben. Hoffentlich wird dieser Bericht die Vertreter der internationalen Gemeinschaft im Kosovo beeinflussen und sie dazu zwingen, mehr für die Lösung der Situation zu tun und mehr Einfluss auf die kosovarischen Institute auszuüben, damit sie ihre Arbeit gemäß dem Gesetz machen”, so Jeftic.

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    Tags:
    Rechte, Schutz, Chaos, Mike Pompeo, Kosovo, USA, Serbien