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    Warnstreik bei der BVG

    Berlin droht am Montag Verkehrschaos wegen BVG-Warnstreik

    © REUTERS / Fabrizio Bensch
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    Wegen eines Warnstreiks der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sollen U-Bahn, Straßenbahnen und fast alle Busse in der Hauptstadt am Montag stillstehen. Grund für den Warnstreik ist ein Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Verd.di und der BVG, meldet das Portal RBB 24.

    Bei der BVG hat am frühen Montagmorgen der bislang härteste Warnstreik in diesem Jahr begonnen. Mit der Ausnahme von S-Bahnen und Regionalzügen sollen alle Verkehrssysteme der BVG – also U-Bahnen, Straßenbahnen sowie zahlreiche Busse – von dem Streik betroffen sein, heißt es in der Meldung.

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    Laut dem Verhandlungsführer der Gewerkschaft Ver.di, Jeremy Arndt, soll der Warnstreik 24 Stunden dauern, also ab Betriebsbeginn um 03:30 Uhr bis zum Betriebsbeginn am Dienstagmorgen. „Der Warnstreik hat wie geplant um 3 Uhr begonnen“, so Arndt am frühen Montagmorgen. 

    Auch die BVG hatte zuvor via Twitter über den Warnstreik informiert und die Fahrgäste dafür um ihr Verständnis gebeten.

    ​Nachdem die Tarifverhandlungen für Lohnerhöhungen und bessere Arbeitszeiten für die Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe am vergangenen Donnerstag ohne Ergebnis geblieben waren, hatte Ver.di die BVG-Beschäftigten zum Streik aufgerufen.

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    In Berlin ist das mittlerweile bereits der dritte Warnstreik in diesem Jahr. Verglichen mit dem letzten Ausstand im Februar, bei dem ebenfalls U- und Straßenbahnen sowie die meisten Busse der Berliner Verkehrsbetriebe stillstanden, wird dieser wohl deutlich größere Auswirkungen auf den Nahverkehr haben.

    Auch die Berliner Autofahrer müssen deshalb, vor allem in der Innenstadt, mit erhöhtem Verkehrsaufkommen rechnen. „Die Situation ist nicht zu vergleichen mit einem normalen Montagmorgen“, teilte ein Sprecher der Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ) diesbezüglich mit.

    Bei dem Tarifkonflikt fordert Verd.di von der BVG mehr Geld und bessere Arbeitszeiten. Insgesamt geht es um rund 14.500 Beschäftigte bei dem Landesunternehmen und seiner Tochter Berlin Transport. Die BVG gilt als das größte kommunale Nahverkehrsunternehmen in Deutschland und befördert täglich etwa drei Millionen Fahrgäste.

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    Tags:
    S-Bahn, Beschäftigte, Gewerkschaften, Tarif, Straßenbahn, Nahverkehr, Tarifstreit, Tarifverhandlungen, Warnstreik, Arbeitszeit, Lohn, Fahrgäste, S-Bahnverkehr, Tarife, U-Bahn, Verhandlungen, Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, BVG, Berlin, Deutschland