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    SAP-Gründer und Stifter Hasso Plattner baut in Potsdam ein neues Museum – in sozialistischer Architektur aus den 70er Jahren. Über den Sammlungsumfang wird spekuliert, doch umfasst sie die Premiumgarde der „Leipziger Schule“. Geplant sind zudem erschwingliche Wohnungen und Grün.

    Es wird kein Neubau, wie das rekonstruierte Potsdamer Barock-Palais Museum Barberini, welches Plattner jüngst als Heimstatt den Schönen Künsten widmete: Im ehemaligen DDR-Terassenrestaurant „Minsk“ sollen Werke von DDR-Künstern seiner umfangreichen Privatkollektion zukünftig eine adäquate Ausstellungsplattform erhalten.

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    Das heruntergekommende Gebäude im avantgardistisch anmutenden Stil der sozialistischen Epoche soll zudem mit Restaurant, Grünanlage und bezahlbarem Wohnraum eine Aufwertung erfahren. Es ist ein eleganter Kunstgriff, denn gleichzeitig beendet Plattner damit auch die brandenburgische Politik-Kontroverse, wie mit DDR-Bauten umzugehen sei.

    Der Software-Milliardär stellte immer mal wieder und häppchenweise Schätze aus seiner DDR-Kunstsammlung in Potsdam aus: So etwa die „Erste Liga“ der sogenannten Leipziger Schule - Arno Rink, Neo Rauch, Wolfgang Mattheuer, Werner Tübke, Bernhard Heisig und Willi Sitte. Aktuell sind Werke von Hartwig Ebersbach, Günter Firit, Stefan Plenkers und Erika Stürmer-Alex im Haus zu sehen. Ostdeutsche Kunst war seit den 80er Jahren von Interesse für den Sammler, auch in der Nachwendezeit erwarb er zahlreiche Gemälde ehemaliger DDR-Maler.

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    Tags:
    Maler, Sozialismus, Ausstellung, Sammlung, DDR