23:02 17 November 2019
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    Busunglück in Madeira

    Zahl der Toten nach Busunglück gestiegen: Trauer auf Madeira – FOTOs und VIDEOs

    © REUTERS / Duarte Sa
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    Der schwere Busunfall auf der portugiesischen Insel Madeira am Mittwoch hat ein weiteres Opfer gefordert, womit die Zahl der Toten auf 29 gestiegen ist. Nach Angaben des Hotels „Quinta Splendida” stammen die Opfer aus verschiedenen Teilen Deutschlands. Eine dreitägige Trauer wurde auf der Insel verhängt.

    Im Zusammenhang mit dem Unglück verhängte die regionale Regierung Madeiras von Donnerstag bis Samstag eine Trauer auf der Insel.

    >>>Mehr zum Thema: Bürgermeister: 28 Deutsche bei Busunfall in Portugal getötet - VIDEO<<<

    Eine Frau erlag im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen, womit die Zahl der Toten von 28 auf 29 stieg. Weitere 27 Menschen sollen verwundet worden sein, schreibt Reuters am Donnerstag. Insgesamt sollen sich 57 Menschen in dem Bus befunden haben.

    ​Demnach ist die Unfallursache unklar. Wie die portugiesische Nachrichtenagentur „Lusa“ mit Verweis auf die Staatsanwaltschaft des Landes mitteilte, sei eine Untersuchung eingeleitet worden.

    In der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag richtete das Auswärtige Amt eine Hotline ein. Denn man gehe davon aus, dass die Opfer aus Deutschland seien. Regierungssprecher Steffen Seibert zeigte seine Anteilnahme. Auch Portugals Ministerpräsident, Antonio Costa, drückte allen betroffenen Familien und Bundeskanzlerin Angela Merkel sein Beileid aus.

    „Ich möchte Bundeskanzlerin Angela Merkel in dieser schweren Zeit mein Beileid aussprechen“, schrieb Costa.

    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) reagierte mit Entsetzen auf das Busunglück mit vielen deutschen Toten auf der portugiesischen Insel Madeira. „Mit Trauer und Bestürzung denke ich an unsere Landsleute und alle anderen Menschen, die von dem fürchterlichen Busunglück auf Madeira betroffen sind”, erklärte Merkel am Donnerstag. Sie hoffe mit den Verletzten und ihren Angehörigen, die um sie bangten, dass sie die körperlichen wie seelischen Folgen überwinden könnten.

    „Ich danke allen auf Madeira, den Rettern, Sanitätern und Ärzten, die unter schwierigen Umständen an der Unglücksstelle im Einsatz waren”, schrieb Merkel weiter.

    Das Auswärtige Amt und seine Mitarbeiter in Portugal seien in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden bemüht, „den Angehörigen soweit als möglich in diesen schmerzhaften Stunden und Tagen zur Seite zu stehen”. Merkel selbst hatte an diesem Mittag ebenfalls einen schweren Gang vor sich: In Templin im Norden Brandenburgs wird am Nachmittag ihre am 6. April im Alter von 90 Jahren gestorbene Mutter Herlind Kasner beigesetzt, wie dpa mitteilte.

    ​​In der Stadt Canico auf der Insel Madeira kam es am Mittwoch zu einem schweren Unglück: Ein Touristenbus kam von der Straße ab und überschlug sich. Bei den Toten soll es sich der Zeitung „Observador” zufolge um 11 Männer und 18 Frauen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren handeln. 

    Laut Medienberichten könnte ein mechanisches Problem der Grund gewesen sein - entweder ein Bremsausfall oder ein eingeklemmtes Gaspedal, so dpa.

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    Tags:
    Trauer, Steffen Seibert, Tote und Verletzte, Busunglück, Madeira, Portugal