06:59 20 Januar 2020
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    Im Europawahlkampf nutzt die Partei Alternative für Deutschland das Gemälde “Der Sklavenmarkt” von Jean-Léon Gérôme aus dem Jahr 1866 auf ihren Wahlplakaten. Das Werk gehört zur Kollektion des “Clark Art Institute”. Das US-Museum fordert nun, die Verwendung zu unterlassen.

     "Wir verurteilen die Verwendung des Gemäldes scharf" und "bestehen" auf einer Unterlassung, habe Museumsdirektor Olivier Meslay in einer Nachricht an den Berliner Landesverband der Partei verlautbaren lassen, meldet die Nachrichtenagentur AFP

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    Der Berliner AfD-Landesverband solle das Bild nicht länger verbreiten: Das Museum lehne die Benutzung des Gemäldes für eine politische Agenda ab, hieß es. 

    Das von der AfD benutzte Gemälde Gérômes zeigt Turban tragende, bärtige Männer, die eine nackte Frau bedrängen und zu begutachten scheinen. Die Partei hat die Slogans "Europäer wählen die AfD" und "Damit aus Europa nicht 'Eurabien' wird" auf das Bildmotiv gedruckt.

    Das Clark Art Institute sei bei Twitter auf die Verwendung des Gemäldes aufmerksam geworden.

    "Wir haben der AfD dieses Bild nicht zur Verfügung gestellt", so Meslay. Allerdings gäbe es keine Urheberrechte, "die uns erlauben, zu kontrollieren, wie es benutzt wird".

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    Er könne lediglich an den "Anstand der AfD appellieren".

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    Tags:
    Sklaven, Wahlplakat, AfD, Gemälde, Kunst, Verurteilung, Deutschland