03:00 18 November 2019
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    „Nachtwölfe“ fahren nach Berlin: Trauerkränze niederlegen und Gedenkkerzen anzünden - VIDEO

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    © Sputnik / Maxim Blinow

    Die Bikertour „Über Wege des Sieges“ wird dieses Jahr von Moskau durch Smolensk und dann nach Brest an der belarussisch-polnischen Grenze führen. Dann besuchen die Biker Warschau, Breslau und Auschwitz, Bratislava, Brünn, Prag und auf dem Territorium Deutschlands Aue, Leipzig und Torgau.

    Sie beenden ihre Friedensfahrt am 9. Mai in Berlin, wo sie am sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park Trauerkränze niederlegen und Gedenkkerzen anzünden. Auf der gesamten, 6000 Kilometer langen Strecke werden die Motorradfahrer Museen und Gedenkstätten besuchen und den im Zweiten Weltkrieg Gefallenen Tribut zollen.

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    Der Nachtwölfe-Chef Alexander Saldostanow (Spitzname „Chirurg“) meinte im Sputnik-Gspräch: „Wir kämpfen für unsere Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes. Keiner von uns hat jemals gedacht, dass wir das tun müssten. Nicht nur unsere Großväter mussten diesen Sieg erkämpfen. Wir müssen ihn auch heute noch gegen die Versuche verteidigen, den Sieg über den Hitlerfaschismus in Vergessenheit geraten zu lassen und zu verfälschen. Immerhin ist dieser Sieg das Fundament des russischen Staates.“

    Auf die Frage, wie er die Beteiligung von Deutschen zusammen mit den „Nachtwölfen“ aus mehreren Staaten an der Biker-Friedensfahrt betrachtet, antwortete er unter anderem: „Unsere deutschen Brüder sind zum russisch-orthodoxen Glauben übergetreten. Für zwei von ihnen bin ich Pate. Das sind echte Deutsche mit einer russischen Seele. Als die Angelsachsen Hitler an die Macht gebracht hatten, wurden wir zu Feinden. Sie wollten eine Alternative zur roten Idee schaffen. Und sie haben es geschafft, ein auf Nationalismus basierendes primitives System aufzubauen.“

    „Chirurg“ fuhr fort: „Potentielle Verbündete – Russland und Deutschland – wurden zu echten Feinden gemacht. Die Freundschaft zwischen unseren Ländern ist für die Angelsachsen ein Alptraum. Und die Leute fühlen das intuitiv. Wir sehen große Unterstützung für unsere Aktion bei den Deutschen. Sie wollen den russischen Geist miterleben. Als ich sie fragte, warum sie die „Nachtwölfe“ brauchen, warum sie zu uns kommen, antworteten sie: Hier ist der Geist Russlands. Was sie darunter verstehen, weiß ich nicht, aber es bleibt auf der Ebene ihrer Gefühle. Solche Deutsche fahren in unserer Biker-Kolonne mit.

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    Kamera: Johannes Weber

    Tags:
    Erinnerungen, Gedenken, Zweiter Weltkrieg, Siegestour, Motorradclub Nachtwölfe
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