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14:09 23 September 2019
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    Das sowjetische Ehrenmal in Berlin-Treptow (Archiv)

    Unbekannte schänden deutschlandweit zahlreiche Ehrenmale für sowjetische Soldaten

    © Sputnik / Alexej Witwitskij
    Gesellschaft
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    Am 9. Mai feiern Russland sowie weitere Länder das Ende des Zweiten Weltkrieges und den Sieg über den Hitler-Faschismus. Das Andenken an die über 25 Millionen toten sowjetischen Bürger, die für diesen Sieg ihr Leben ließen, steht im Fokus – auch in Deutschland. Zugleich kam es in diesem Jahr deutschlandweit zu Schändungen der Friedhöfe für sowjetische Soldaten.

    So meldet die Polizei Brandenburg am Donnerstag, dass das Ordnungsamt der Stadt und die Polizei am Donnerstagvormittag zu dem Friedhof für die gefallenen russischen Soldaten und den Ehrenhain in der Kirschallee gerufen worden seien.

    Ein Bürger habe Hakenkreuze und Schmierereien an den Grabtafeln entdeckt und die Behörden alarmiert.

    Nach Polizeiangaben hatten in der vorangegangenen Nacht Unbekannte „vier teilweise 150 mal 150 Zentimeter große Hakenkreuze, einen Davidstern und mehrere meterlange Schriftzüge mit Farbe aufgebracht“.

    Bei 57 Grabsteinen sowjetischer Soldaten seien zudem die Namenszüge mit Signalfarbe übersprüht worden.

    „Der kriminalpolizeiliche Staatsschutz hat umgehend eine Ermittlungsgruppe zur Aufklärung dieser Straftaten wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gebildet und bittet zusätzlich die Bevölkerung um Mithilfe“, erklärt die Polizei weiter auf ihrer Seite.

    Sachdienliche Hinweise können telefonisch unter 0355 4937 1227 in der Polizeiinspektion Cottbus/Spree-Neiße oder über das Internet gemeldet werden.

    Nahezu zeitgleich wurde auch ein sowjetisches Ehrenmal in Buch einen Tag vor den Gedenkfeiern zum Tag des Sieges über Hitlers Armee mit schwarzer Farbe geschändet.

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    Die Berliner Polizei hat den Vorfall an der Wiltbergstraße bestätigt und Ermittlungen aufgenommen.

    Wie die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes am Morgen des 8. Mai beklagte, haben ähnliche Schmierereien schon mehrfach im Vorfeld des jährlich in Buch stattfindenden Gedenkens an die Befreiung vom Nazi-Regime und an die gefallenen sowjetischen Soldaten stattgefunden.

    Die Vereinigung beschuldigt dafür die NPD.

    Zuvor hatte bereits die Schändung des Ehrenmals für die gefallenen sowjetischen Soldaten im Berliner Treptower Park für Empörung gesorgt. Unbekannte hatten mit Öl einen Teil das Mahnmals übergossen.

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    Die russische Botschaft in Deutschland fordert von deutschen Behörden eine entsprechende Reaktion.

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    Tags:
    Ehrenmal, Zweiter Weltkrieg, Soldaten, Deutschland, Sowjetunion, Friedhof, Schändung, Tag des Sieges