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    Die Pension in Passau, wo am 11. Mai 2019 drei Leichen entdeckt wurden

    Armbrust-Morde: Waren die Toten Mitglieder eines Mittelalter-Sex-Zirkels?

    © AFP 2019 / LINO MIRGELER
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    Im Fall der Armbrust-Toten in Passau und Wittingen tauchen sogar nach etlichem Fortschritt bei den Ermittlungen weitere Rätsel auf – unter anderem bleibt das Tatmotiv  unklar. Wie der Sender RTL berichtete, könnten die Opfer einem Sex-Zirkel mit Mittelalterbezug angehört haben.

    Am Samstag wurden drei Leichen – einer 33-jährige Frau und eines 53-jährigen Mannes aus Rheinland-Pfalz, sowie einer 30-Jährigen aus Niedersachsen – in einer Pension in Passau entdeckt. Alle drei wurden mit Armbrust-Pfeilen getötet. Die Polizei geht von zwei Tötungen auf Verlangen sowie einem Suizid aus. Später wurden in der Wohnung der 30-Jährigen in Wittingen zwei weitere Leichen gefunden – ihrer 35-jährigen Lebensgefährtin sowie einer 19-jährigen Frau.

    „Alle Toten sollen Mitglieder in einer Art Sex-Zirkel gewesen sein“, verlautete es aus dem RTL-Beitrag.

    Laut dem Sender könnte es sich bei einer der Toten in der Wohnung in Wittingen um die 19-jährige Carina U. handeln. RTL sprach mit ihren Eltern, die Gemeinsamkeiten mit der Geschichte ihrer Tochter bemerkten, als sie von dem Mordfall in der Passauer Pension erfuhren – die Stichwörter Armbrust, historische Kampfkünste und ein 53-jähriges männliches Opfer fielen ihnen ins Auge.

    Vor mehreren Jahren soll Carina durch einen Selbstverteidigungskurs beim Kampfsportverein Torsten W. – den toten Mann aus Passau – kennengelernt und sich ihm angenähert haben.

    „Schnell danach kapselte sie sich von ihrem Umfeld und auch ihren Freunden ab, hatte nur noch zu Menschen aus dem Verein Kontakt“, hieß es im RTL-Beitrag.

    Wie die Eltern gegenüber dem Sender preisgaben, veränderte sich das Benehmen ihrer Tochter sehr rasch – sie brach jeglichen Kontakt zu ihren Freunden ab, verlor ihre Lebenslust und sprach immer nur von Torsten und dem Kampfsportclub.

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    Später kam sie unter die Obhut des Jugendamtes. Nach ihrem 18. Geburtstag wurde sie laut RTL allerdings nicht von ihren Eltern, sondern von Torsten W. aus der Fürsorge abgeholt. Von ihrem weiteren Schicksal wussten die Eltern bislang offenbar nichts.

    Zuvor war berichtet worden, dass alle drei in Passau aufgefundenen Toten Mitglieder in einem Ritterverein waren und Torsten W. einen Mittelalter-Laden betrieb. Mindestens eine der im Zimmer entdeckten Armbrüste wurde in Österreich gekauft, wo die Opfer kurz vor ihrem Tod hingereist waren.

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    Am Montag wurde eine Obduktion durchgeführt, die Ermittlungen dauern an. Informationen der dpa zufolge ist in zwei bis drei Wochen mit einem Abschlussbericht zu rechnen.

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    Tags:
    Armbrust, Sex-Zirkel, Sex, Mittelalter, Suizid, RTL, Ermittlungen, Mord, Passau