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18:24 19 August 2019
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    Passanten in einer deutschen Stadt (Archivbild)

    Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig – wegen Tabu-Themen

    © AP Photo / Michael Sohn
    Gesellschaft
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    Die meisten gefragten Deutschen sind der Auffassung, dass sie sich unter Freunden frei äußern können, nicht aber in der Öffentlichkeit. Das hat eine Studie des Demoskopie-Instituts Allensbach für die „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ ergeben.

    Im Zeitraum vom 3. bis 16. Mai wurden 1283 Recherche-Teilnehmer ab 16 Jahren gefragt: „Würden Sie sagen, man kann seine Meinung in der Öffentlichkeit frei äußern oder muss man bei einigen oder vielen Themen vorsichtig sein?“, berichten deutsche Medien am Mittwoch. Danach wurde dieselbe Frage zur Meinungsäußerung im Freundeskreis gestellt.

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    Nur rund jeder fünfte Befragte (18 Prozent aller Teilnehmer) fühlt sich in der Öffentlichkeit frei, seine Meinung zu äußern. 58 Prozent äußern sich in der Öffentlichkeit vorsichtig. Besonders bei einigen politischen Themen soll das Gefühl herrschen, dass es Tabus und ungeschriebene Gesetze gebe, was akzeptabel sei.

    Die Flüchtlinge und der Islam als Tabuthemen

    Als Tabuthemen gelten die Flüchtlinge und der Islam, so Medienberichte. Zudem kritisieren 41 Prozent, dass die Political Correctness übertrieben werde. 35 Prozent ziehen für sich sogar den Schluss, dass freie Meinungsäußerung nur noch im privaten Kreis möglich sei.

    Zu dem Eindruck, dass die Freiheitsspielräume im öffentlichen Raum kleiner werden, trägt auch die Rigorosität bei, mit der bestimmte Sprachregelungen eingefordert werden. So finden es zwei Drittel der Studienteilnehmer übertrieben, wenn statt der Begriffe Ausländer oder Ausländischstämmige umständlich von Menschen mit Migrationshintergrund gesprochen werden soll.

    „Südseekönig“ statt „Negerkönig“

    Völlig verständnislos reagieren die Befragten auf nachträgliche Korrekturvorschläge zu Texten, die sicherstellen sollen, dass sie heutigen Sensibilitäten und Normen entsprechen. Als Beispiel wird Astrid Lindgrens „Negerkönig“ in „Pippi Langstrumpf“ angeführt, der zum „Südseekönig“ mutieren müsste, um nach heutigen Maßstäben politisch korrekt zu sein.

    75 Prozent plädieren für die Beibehaltung der Originalversion, nur 14 Prozent votieren dafür, Begriffe, die heute als nicht mehr zeitgemäß oder beleidigend empfunden werden, auszutauschen.

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    Tags:
    Muslime, Islamisierung, Islamophobie, Islamkritik, Islam, Einwanderung, Flüchtlingsfrage, Flüchtingskrise, Geflüchtete, Migranten, Flüchtling, Meinungsforschungsinstitut, Meinungsverschiedenheiten, Meinungsforschung, Meinungsfreiheit, Deutsche, Umfrage, Deutschland